AUA befördert im Halbjahr weniger Passagiere

9. Juli 2013, 13:22
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Wien/Schwechat/Köln -  Die AUA (Austrian Airlines) hat auch im Juni kein Passagierwachstum melden können. Im Monat Juni wurden um 0,8 Prozent weniger Passagiere befördert als im Jahr davor. Von Jänner bis Juni ist die Passagierzahl um 3 Prozent auf 5,3 Millionen zurückgegangen.

Der gesamte Lufthansa-Konzern (Lufthansa, Germanwings, Swiss, AUA) beförderte bis Juni 49,463 Mio. Passagiere, ein leichtes Minus von 0,4 Prozent. Im Juni gab es konzernweit ein Plus von 2 Prozent. Die deutsche Lufthansa war im Frühjahr von Streiks betroffen gewesen.

AUA am unteren Ende

Viele Airlines haben ihre Kapazitäten heuer zurückgenommen, die AUA besonders deutlich, um gleich 7,4 Prozent im ersten Halbjahr. Die Auslastung hat sich dafür verbessert, um 1,7 Prozentpunkte auf 75,7 Prozent. Damit liegt die AUA im Lufthansa-Konzern aber nach wie vor am unteren Rand.

Die AUA hat ihre Flotte umgestellt. Vor allem wurden von Jänner bis Juni bis zu zwei Langstreckenflugzeuge weniger eingesetzt, die Kabinen wurden umgerüstet. Dass die angebotenen Sitze besser ausgelastet waren, hob AUA-Vorstand Karsten Benz in seinem Statement hervor: "Wir hatten im Juni zwei Flugzeuge weniger im Einsatz als im vergangenen Jahr und wir haben seither einiges bei den Flugzielen verändert. Wir haben unrentable Strecken gestrichen und seit Mai fliegen wir mit Chicago eine zusätzliche Destination auf der Langstrecke an. Die steigende Auslastung bestätigt, dass wir auf dem richtigen Weg sind. "

Bis Juni wurden heuer bei der AUA um 8,4 Prozent weniger Langstreckenpassagiere (interkontinental) gezählt, im Monat Juni waren es noch immer 5 Prozent weniger als vor einem Jahr. Bei den Flügen innerhalb Europas hat die AUA im Juni die Passagierzahl praktisch stabil gehalten (minus 0,1 Prozent), in den ersten sechs Monaten gab es einen Rückgang um 2,1 Prozent.

Lufthansa über Atlantik stark gefragt

Die Lufthansa hat im Juni auf den stark von Geschäftsleuten frequentierten Strecken nach Amerika wesentlich mehr Passagiere befördert. Die Zahl der Fluggäste nach Nord- und Südamerika kletterte um 7,1 Prozent, wie Deutschlands größte Fluggesellschaft am Dienstag mitteilte. Ein Großteil davon entfällt auf die Verbindungen in die USA und Kanada. Das sind gute Nachrichten für die Kranich-Airline, da Geschäftsreisende üblicherweise mehr für ihren Flug ausgeben als Urlauber.

Swiss mit Passagierplus

Die Fluggesellschaft Swiss hat im ersten Halbjahr rund 7,77 Millionen Passagiere befördert. Im Vergleich zum Vorjahr sind dies 0,9 Prozent mehr. Gleichzeitig sank die Anzahl der Flugbewegungen um 3,1 Prozent auf 72.900, wie die Airline am Dienstag mitteilte.

64.300 Flüge wurden auf dem europäischen, der Rest auf dem interkontinentalen Streckennetz durchgeführt. Der Sitzladefaktor betrug insgesamt 82,6 Prozent, was eine Verbesserung um 1,3 Prozentpunkte darstellt. Auch die Auslastung der verkauften Sitzkilometer konnte um deutliche 4,5 Prozent gesteigert werden.

Die hohe Auslastung lasse jedoch keine Rückschlüsse auf eine positive Entwicklung der Ertragslage zu, da die Durchschnittserlöse weiterhin unter Druck stünden, bekräftigte die Swiss.

Allein im Monat Juni beförderte die Swiss 1,41 Millionen Passagiere, was einer Steigerung um 2,8 Prozent im Vergleich zum Vorjahresmonat gleichkommt. Der Sitzladefaktor lag im vergangenen Monat bei 87,7 Prozent und damit 0,8 Prozentpunkten mehr als vor einem Jahr. (APA, 9.7.2013)

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