Kartellamt hat Vorgehen von Adidas im Online-Handel im Blick

9. Juli 2013, 10:53
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Der Konzern verbietet gewerblichen Anbietern, Adidas-Artikel auf Online-Märkten wie Ebay oder Amazon zu verkaufen.

Adidas im Visier des Bundeskartellamtes: Die Behörde treibt ihre Untersuchung von Verkaufsbeschränkungen des Sportartikelherstellers im boomenden Online-Handel voran. "Die Marktermittlungen dauern an", sagte ein Sprecher am Dienstag. Die Wettbewerbshüter hatten zuletzt eine Befragung von rund 3000 Einzelhändlern gestartet, die Adidas-Produkte in ihren Läden und im Internet anbieten. Das Kartellamt geht dem Verdacht nach, Vertriebsbestimmungen des Sportartikelriesen könnten den Online-Handel beschränken. Die Untersuchung könnte Signalcharakter auch für andere Hersteller haben, die ähnliche Praktiken verfolgen.

"Wir überwachen die Einhaltung unserer Bedingungen sehr genau und behalten uns bei deren Nichteinhaltung durch unsere Handelspartner ernsthafte Konsequenzen vor"

Der Konzern verbietet gewerblichen Anbietern, Adidas-Artikel auf Online-Märkten wie Ebay oder Amazon zu verkaufen. "Wir überwachen die Einhaltung unserer Bedingungen sehr genau und behalten uns bei deren Nichteinhaltung durch unsere Handelspartner ernsthafte Konsequenzen vor", hatte Adidas bereits erklärt. Zur Begründung führt das Unternehmen an, seine Produkte sollten stets in optimaler Weise präsentiert werden.

Auch gegen den Adidas-Konkurrenten Asics hatten die Wettbewerbshüter bereits ein entsprechendes Verfahren eingeleitet. Dem Kartellamtssprecher zufolge dauern auch diese Ermittlungen noch. Beschwerden hatte es auch gegen andere Markenhersteller gegeben. Derzeit ist noch nicht absehbar, wann und mit welchem Ergebnis die Wettbewerbshüter ihre Ermittlungen abschließen. (APA, 9.7. 2013)

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