Europas Leitbörsen schließen befestigt

9. Juli 2013, 18:19
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Frankfurt am Main - Die europäischen Leitbörsen sind am Dienstag befestigt aus dem Handel gegangen. Der Euro-Stoxx-50 legte um 0,50 Prozent auf 2.664,14 Zähler zu. Einen positiven Handelsimpuls lieferte nach Europa der erfolgreiche Start in die US-Berichtssaison mit besser als erwarteten Zweitquartalszahlen des US-Aluminiumkonzerns Alcoa.

Der Fokus der Investoren richte sich nun wieder verstärkt auf die Unternehmensgewinne, hieß es aus dem Handel. Der trotz eines Umsatzrückgangs und eines höheren Verlusts besser als erwartet ausgefallene Alcoa-Bericht beflügelte vor allem die Rohstoff-Titel. Ein Analyst wertete in einem Kommentar zu Alcoa besonders positiv, dass nach Einschätzung des Konzerns die Nachfrage in China nach Aluminium im laufenden Jahr anziehen werde.

Bei den Einzelwerten in Europa setzten sich im Euro-Stoxx-50 entsprechend die Papiere von ArcelorMittal mit einem Aufschlag von 2,71 Prozent an die Indexspitze. In London standen die Aktien von Minenunternehmen auf dem Kurszettel weit oben. BHP Billiton zogen um 2,40 Prozent auf 1.729,50 Pence an und Rio Tinto verteuerten sich um 2,51 Prozent auf 2.736,50 Pence.

Lufthansa-Aktien verloren 0,33 Prozent auf 15,28 Euro an Höhe. Die Lufthansa ist nach einem gebremsten Wintergeschäft mit mehr Passagieren in die Sommerferien gestartet. Gemeinsam mit ihren Töchtern Germanwings, Swiss und Austrian Airlines beförderte Europas größte Fluggesellschaft im Juni 9,8 Millionen Fluggäste und damit zwei Prozent mehr als ein Jahr zuvor. Für das erste Halbjahr steht allerdings immer noch ein Minus von 0,4 Prozent auf 49,5 Millionen Passagiere zu Buche.

LVMH-Titel verteuerten sich um 2,06 Prozent auf 131,40 Euro. Der französische Luxusartikelkonzern hat die Mehrheit am renommierten italienischen Kaschmirproduzenten Loro Piana übernommen. Der Deal beträgt zwei Milliarden Euro.

In Paris beflügelten bevorstehende Preiserhöhungen sowie ein Analystenkommentar die Papiere des Versorgers Electricite de France (EDF). Die Titel schossen um 9,26 Prozent auf 19,40 Euro hoch, nachdem die UBS ihre Verkaufsempfehlung aufgegeben hat. Ebenfalls in Paris notierten PSA Peugeot Citroen mit plus 1,42 Prozent fester - trotz des am Vorabend vermeldeten Absatzeinbruchs im ersten Halbjahr.

In London verkauften die Anleger die Aktien von Marks & Spencer nach einem erneuten Umsatzrückgang auf dem Heimatmarkt. Die Titel verloren 1,41 Prozent auf 453,20 Pence an Wert.

VW-Anteilsscheine beschleunigten um 1,38 Prozent auf 161,75 Euro. Der Volkswagen-Konzern hat bei seiner Kernmarke VW-Pkw in der ersten Jahreshälfte wie erwartet einen Absatzrekord eingefahren.

Eine negativere Konjunkturprognose für die Eurozone durch den IWF drückte nicht auf die Stimmung. Der Eurozone droht dem Internationalen Währungsfonds (IWF) zufolge in diesem Jahr eine noch tiefere Rezession. Die Wirtschaft der 17 Euro-Länder werde 2013 um 0,6 Prozent schrumpfen, teilte der IWF mit. Zuvor war der Währungsfonds von einem Rückgang um 0,4 Prozent ausgegangen. (APA, 9.7.2013)

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