Österreicher verzockten 1,45 Milliarden Euro

9. Juli 2013, 08:35
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Der Trend ging 2012 eindeutig zu Sportwetten und Online-Spielen, während Spielautomaten aus der Mode kommen

Wien - Die Österreicher haben im vergangenen Jahr mehr als 1,45 Milliarden Euro bei Glücksspielen und Sportwetten verspielt. Das waren zwar rund 30 Millionen Euro weniger als 2011, aber immer noch eine stattliche Summe.

Insgesamt betrugen die Spiel- und Wetteinsätze 14,06 Milliarden Euro. Der größte Teil davon wurde jedoch in Form von Gewinnen wieder ausgeschüttet, so dass denn Anbietern ein Bruttospielertrag von 1,452 Milliarden Euro blieb. Der Trend geht eindeutig zu Sportwetten und Online-Spielen, auch wenn sich die Lotterien noch immer fast die Hälfte des Kuchens sichern konnten, geht aus einer Branchenanalyse von Kreutzer Fischer & Partner hervor.

Zuwachs bei illegalen Internet-Plattformen

Der Rückgang resultierte im Wesentlichen aus dem kleinen Glücksspiel, schreiben Kreutzer Fischer & Partner - hier seien die Spieleinsätze im vergangenen Jahr um mehr als 350 Millionen Euro geschrumpft. Dazu habe die Sonderkommission Glücksspiel wesentlich beigetragen, die rund 2.200 verbotene Spielautomaten eingezogen habe.

Der Großteil des Zuwachses beim Online-Gaming ging auf das Konto ausländischer und daher nach österreichischer Rechtsauffassung für Österreicher illegaler Internet-Plattformen. Diese würden mittlerweile den österreichischen Markt dominieren, auch weil die Verfolgung schwierig sei, zumal der größte Teil des Geschäfts auf Internetseiten für Spielwetten angeboten werde, die in Österreich nicht unter das Glücksspielgesetz fallen und legal angeboten werden können.

Nach Ansicht der Studienautoren könnte man den Problem mit einer Änderung des Buchmachergesetzes beikommen - das sei aber schwierig, weil es sich dabei um neun verschiedene Landesgesetze handle. Ein möglicherweise einfachere Alternative wäre die Ausgabe zusätzlicher inländischer Lizenzen für Online-Gaming, um das ausländische Angebot zurückzudrängen.

Bruttospielerträge (Einsätze minus ausgeschüttete Gewinne) im Jahr 2012 nach Sparten

Lotterien: 682 Millionen Euro (2011: 689 Mio. Euro)

Spielautomaten: 354 Millionen Euro (395 Mio. Euro)

Spielbanken und Casinos: 179 Millionen Euro (2011: 182 Mio. Euro)

Sportwetten: 128,1 Millionen Euro (114,8 Mio. Euro)

Online-Gaming (ohne Sportwetten): 110 Millionen Euro (2011: 103,1 Mio. Euro). (APA, 9.7.2013)

  • Nun, nicht immer hat man Schwein beim Spiel.

    Nun, nicht immer hat man Schwein beim Spiel.

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    grafik: apa
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