Leitbörsen in Fernost einheitlich im Plus

9. Juli 2013, 11:46
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Tokio sehr fest

Tokio - Die Leitbörsen in Fernost haben am Dienstag einheitlich im Plus tendiert. Positiv wirkte sich laut Händlern der Start in die US-Berichtssaison aus, die der Aluminiumkonzern Alcoa am Vorabend mit besseren Ergebnissen eingeläutet hatte, als von den meisten Experten erwartet.

Der Nikkei-225 Index in Tokio erhöhte sich um deutliche 332,31 Zähler oder 2,36 Prozent auf 14.441,65 Punkte. Der Hang Seng Index in Hongkong stieg um 100,82 Zähler (plus 0,49 Prozent) auf 20.683,01 Einheiten. Der Shanghai Composite legte etwas moderater um 7,18 Punkte oder 0,37 Prozent auf 1.965,45 Punkte zu.

Gewinne verbuchen konnten auch die Märkte in Singapur und Sydney. Der FTSE Straits Times Index schloss bei 3.178,63 Zählern mit einem Plus von 23,16 Punkten oder 0,73 Prozent. Der All Ordinaries Index in Sydney stieg um 68,9 Zähler oder 1,44 Prozent auf 4.866,50 Einheiten.

In Shanghai bremsten hingegen die jüngsten Inflationsdaten etwas die Aktienkurse. Die Inflation in China ist im Juni schneller als erwartet gestiegen. Mit einem starken Zuwachs der Lebensmittelpreise legte der Verbraucherpreisindex um 2,7 Prozent im Vergleich zum Vorjahresmonat zu. Als ein Zeichen für die schwächere Konjunktur ging zudem der Erzeugerpreisindex um 2,7 Prozent zurück.

Stark zulegen konnten hingegen die Aktien von China Petroleum ("Sinopec"). Die Titel des größten asiatischen Ölunternehmens zogen um 4,6 Prozent auf 4,33 Yuan an, nachdem die Aktie zuvor auf ein rekordniedriges Bewertungsniveau gerutscht war.

Jiangxi Cement sprangen um zehn Prozent auf 8,48 Yuan in die Höhe. Das Unternehmen erwartet im Halbjahr einen Gewinnsprung zwischen 120 und 140 Prozent zum Vorjahreszeitraum.

Von einem nachgebenden Yen-Kurs profitierten in Tokio die exportorientierten Unternehmen. Die japanische Währung sank auf den tiefsten Stand seit fast einem Monat. Seit Mitte Juni ging der Yen zum US-Dollar um mehr als sieben Prozent zurück. Die Aktien des weltgrößten Autobauers Toyota gewannen um 2,60 Prozent. Der Autobauer generiert mehr als 30 Prozent seiner Umsätze in Nordamerika. Honda Motor zogen um 2,3 Prozent an. Das Unternehmen erzielt mehr als 80 Prozent seiner Umsätze außerhalb Japans. Die Papiere des führenden Kameraherstellers Canon verbesserten sich um 1,50 Prozent.

Die Papiere des Kamera-Herstellers Olympus gaben hingegen um 5,40 Prozent nach, nachdem der Konzern den umfangreichen Verkauf eigener Aktien angekündigt hatte. Olympus will die Einnahmen zu großen Teilen in seine Medizinsparte stecken, aber auch für die Schuldentilgung nutzen.

In Hongkong verteuerten sich Aluminum Corporation of China um 1,30 Prozent. Die Titel von HSBC gewannen ebenfalls 1,30 Prozent. Das Finanzhaus erzielt 21 Prozent seiner Umsätze in Nordamerika. (APA, 9.7.2013)

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