Japans AKW-Betreiber wollen wieder ans Netz

8. Juli 2013, 17:37
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Kraftwerkbetreiber haben die Wiederaufnahme ihrer stillgelegten Reaktoren beantragt

Tokio - Gut zwei Jahre nach der Atomkatastrophe von Fukushima haben japanische Kraftwerkbetreiber am Montag bei den zuständigen Stellen die Wiederaufnahme ihrer stillgelegten Reaktoren beantragt. Die Anträge sind der erste Schritt eines Prozesses, der sich monatelang hinziehen dürfte. An seinem Ende könnten die Reaktoren nach Meinung von Experten wieder ans Netz gehen.

"Es geht darum, dass die Regulierungsbehörde unsere Anlagen und Anweisungen auf etwaige Sicherheitsprobleme überprüft", teilte der Konzern Kansai Electric Power am Montag mit, dem Tag des Inkrafttretens neuer Regelungen. Derzeit sind 48 der 50 Reaktoren in Japan abgeschaltet. Die endgültige Entscheidung zur Wiederinbetriebnahme treffen nicht die Behörden, sondern die Politik.

Im März 2011 waren mehr als 18.000 Menschen ums Leben gekommen, als ein schweres Erdbeben und ein anschließender Tsunami die Gegend um die Atomanlage Fukushima verwüsteten. Die Naturkatastrophe führte zur Kernschmelze in Fukushima, der folgenschwersten Atomkatastrophe seit dem Unglück im ukrainischen Tschernobyl 1986. (APA, 8.7.2013)

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