Bachmann-Preis: Wenig Zuschauerinteresse trotz medialen Rummels

8. Juli 2013, 15:54
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Durchschnittlich 3.000 Zuschauer verfolgten das Wettlesen via 3sat in Österreich - In Deutschland schalteten rund 20.000 Menschen zu

Der mediale Rummel war groß im Vorfeld der diesjährigen Vergabe des Ingeborg-Bachmann-Preises: Die Ankündigung des ORF, die "Tage der deutschsprachigen Literatur" bei Ausbleiben der Gebührenrefundierung ab kommendem Jahr nicht mehr finanziell tragen zu können, sorgte für Unmut bei Künstlern und eine enorm gesteigerte Aufmerksamkeit für die 37. Ausgabe, bei der sich am gestrigen Sonntag Katja Petrowskaja die Auszeichnung sichern konnte. Bei den Fernsehzuschauern sah es allerdings etwas anders aus: Mit durchschnittlich 3.000 Sehern bewegte sich die 3sat-Übertragung in Österreich auf dem Niveau des Vorjahres.

Der Marktanteil lag damit bei 0,7 Prozent. 88.000 Zuschauer haben letztlich zumindest kurz eine der Übertragung von Donnerstag bis Sonntag eingeschaltet (weitester Seherkreis). Ein ganz ähnliches Bild zeigt ein Blick zu unseren nördlichen Nachbarn: In Deutschland waren 20.000 Zuschauer dabei (0,3 Prozent Marktanteil), womit man ebenfalls die Zahl von 2012 halten konnte. Der weiteste Seherkreis belief sich hier auf 780.000 Personen.

Das Bestehen des Wettbewerbs ist indes vorerst gesichert. Sollte die Gebührenrefundierung ausbleiben, wonach es derzeit aussieht, sollten weitere Sponsoren den Fehlbetrag aufbringen, wie gestern kurz vor der Preisverleihung bekanntgegeben wurde. (APA, 8.7.2013)

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