Zeitpunkt der Zeugung beeinflusst Gesundheit von Babys

9. Juli 2013, 10:38
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US-Forscher belegen: Bei im Mai gezeugten Kindern gibt es mehr Frühgeburten

Kinder, die im Mai gezeugt werden, kommen mit größerer Wahrscheinlichkeit früher zur Welt, was höhere Gesundheitsrisiken für die Neugeborenen mit sich bringen kann. Der frühere Start ins Leben liege vermutlich daran, dass es gegen Ende der Schwangerschaft im Jänner und Februar besonders viele Influenza-Infektionen gebe. Eine Grippe könne die Geburt auslösen. Das berichten US-Forscher in den "Proceedings" der US-Nationalen Akademie der Wissenschaften.

Mehr Frühgeburten

Für ihre Studie hatten die Wissenschafter Janet Currie und Hannes Schwandt von der Princeton University die Daten von mehr als 1,4 Millionen US-amerikanischen Kindern ausgewertet. Dabei untersuchten sie nur die Daten jener Mütter, die mehrere Kinder zu verschiedenen Jahreszeiten auf die Welt gebracht haben - so sei ausgeschlossen, dass ein auffälliger jahreszeitlicher Zusammenhang mit der Mutter selbst zu tun habe.

Die Forscher fanden nicht nur heraus, dass es unter den im Mai gezeugten Kindern zu einem Anstieg der Frühgeburten um rund zehn Prozent kam. Es zeigte sich auch, dass Kinder, die in den Sommermonaten gezeugt wurden und ab April das Licht der Welt erblicken, durchschnittlich acht bis neun Gramm schwerer sind. Dies hänge mit einer höheren Gewichtszunahme der Mütter in der Schwangerschaft zusammen. Faktoren wie Rauchen oder der Familienstand erklärten diese Zusammenhänge nicht, schreiben die Forscher.

Auch sozioökonomischer Status entscheidend

Es gibt bereits zahlreiche Untersuchungen, die den Zeitpunkt der Geburt mit dem späteren Wohlergehen des Nachwuchses in Verbindung gebracht haben: von Körpergröße über den IQ bis zur Höhe des Einkommens. Normalerweise werden solche Zusammenhänge mit jahreszeitlichen Schwankungen bestimmter Umwelteinflüsse erklärt, schrieben die Autoren.

Vor kurzem berichteten allerdings Forscher, dass für den Zeitpunkt der Geburt auch der sozioökonomische Status der Mutter entscheidend sei. Sie zeigten, dass ärmere oder weniger gebildete Mütter, Unverheiratete oder Frauen aus Minderheiten ihre Kinder eher in Monaten gebären, die mit schlechteren Gesundheitsaussichten für die Kinder verbunden sind. (APA/red, derStandard.at, 9.7.2013)

  • Es gibt zahlreiche Untersuchungen, die den Zeitpunkt der Geburt mit dem späteren Wohlergehen des Nachwuchses in Verbindung gebracht haben: von Körpergröße über den IQ bis zur Höhe des Einkommens.
    foto: apa/arne dedert

    Es gibt zahlreiche Untersuchungen, die den Zeitpunkt der Geburt mit dem späteren Wohlergehen des Nachwuchses in Verbindung gebracht haben: von Körpergröße über den IQ bis zur Höhe des Einkommens.

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