"Digitale Welten" als Querschnittsthema

8. Juli 2013, 14:07
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Zum Europäischen Forum Alpbach werden drei Nobelpreisträger erwartet

Alpbach - Das Querschnittsthema "Digitale Welten" zieht sich heuer als roter Faden durch das Europäische Forum Alpbach. Gerade im Bereich Cyberspace gebe es viel Unwissen, selbst in der interessierten Öffentlichkeit, sagte Forums-Geschäftsführer Philippe Narval. Zum Kongress in Tirol, der unter dem Generalthema "Erfahrungen und Werte" steht und von 12. bis 31. August stattfindet, werden hochkarätige Gäste erwartet, darunter UNO-Generalsekretär Ban Ki-moon, EU-Kommissionspräsident Jose Manuel Barroso, Bundespräsident Heinz Fischer, die EU-Kommissare Kristalina Georgieva (Georgiewa) und Olli Rehn.

Fix ist laut den Organisatoren bereits das Kommen von drei Nobelpreisträgern: Der russisch-britische Physiker Konstantin Novoselov und der Schweizer Chemiker Kurt Wüthrich kommen zu den Technologiegesprächen; der indische Ökonom Rajendra Pachauri wird an einer Podiumsdiskussion über faire Globalisierung und die Rolle von Unternehmern teilnehmen. Zu den Gesprächen, aber auch eigenen "Polit-Talks" und Arbeitskreisen werden zudem zahlreiche heimische PolitikerInnen erwartet.

Thematische Schwerpunkte

Bereits in der Seminarwoche (12. bis 18. August), traditionell der Auftakt des Forums, wird unter dem Titel "Open Data, Open Government, Open Society?" der Umgang mit Daten thematisiert. In einem weiteren Seminar wird es um "Macht und Cyberspace" gehen. Das Fachhochschulforum (21. 8.) befasst sich mit der Bedeutung von Information in einer modernen Gesellschaft und wirft die Frage auf, was im Falle eines "digitalen Blackouts" geschehen würde und wie verwundbar unsere Systeme eigentlich sind.

Bei den Technologiegesprächen (22. bis 24. 8.) stehen unter anderem Cybercrime und Cybersecurity im Fokus, etwa bei einer Podiumsdiskussion mit dem Direktor des Bundesamtes für Verfassungsschutz und Terrorismusbekämpfung (BVT), Peter Gridling, und Experten aus Deutschland und Großbritannien. Im Rahmen der Politischen Gespräche (25. bis 27.8.) befassen sich unter anderen Fachleute aus den USA und Russland mit "Standpunkten und Handlungsansätzen zentraler Akteure" zum Thema Cyberwar. Bei den Wirtschaftsgesprächen (27. bis 29.8.) wird es mehrere Arbeitskreise geben, die sich mit Cyber-Fragen beschäftigen, unter anderem zu "Sicherheit und Identität in der digitalen Welt". (APA/red, derStandard.at, 8.7.2013)

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