"Österreich-Zentrum" für Zuwanderer präsentiert

8. Juli 2013, 12:24
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Broschüren, Werte und "Integrationsziele" soll es in den neuen Beratungszentren des Innenministeriums geben

Zu Beginn des Wahlkampf-Sommers setzt die ÖVP auf das Thema Integration. Vizekanzler Michael Spindelegger (ÖVP) begleitete Integrationsstaatssekretär Sebastian Kurz (ÖVP) am Montag zur Präsentation einer neuen Erst-Informationsstelle für Zuwanderer. Die so genannten "Österreich-Zentren" sollen eine möglichst gute Übersicht über das Leben hier im Lande und Hilfestellung auf den verschiedensten Gebieten liefern.

Nicht verpflichtend

Das erste solche Zentrum hat in Wien-Landstraße bereits eröffnet, noch im Sommer folgen weitere Standorte in Linz, Graz, Salzburg und Innsbruck. Verpflichtend ist die Beratung nicht, auf sie hingewiesen wird, wenn der potenzielle Zuwanderer seine entsprechenden Unterlagen an den österreichischen Vertretungsbehörden im Herkunftsland abgibt.

Entscheidet man sich dafür, sich an ein "Österreich-Zentrum" zu wenden, soll ihm dort laut Kurz neben der Wertefibel "Zusammenleben in Österreich" und dem allgemeinen Info-Heft "Willkommen in Österreich" ein maßgeschneidertes Informationsangebot für seine Bedürfnisse geboten werden, egal ob das nun Arbeitsmarkt, Kinderbetreuung oder Anerkennung im Ausland erworbener Abschlüsse angeht. Zudem sollen gewisse Integrationsziele festgelegt werden, deren Erfüllung bei Folgebesuchen nach drei und zwölf Monaten überprüft werden kann.

Rechtsstaat

Spindelegger betonte bei der Präsentation im Wiener "Österreich-Zentrum" die Notwendigkeit von Integration. Dafür müssten den Zuwanderern jene Prinzipien nähergebracht werden, die in Österreich verankert seien. Dabei geht für den ÖVP-Chef vom Rechtsstaat über persönliche Freiheiten bis zur Demokratie. Es sei hier "kein Kaiser und kein Fürst, aber eben auch kein Emir oder Scheich".

Dass es in Österreich Versäumnisse gab, was die Integration betrifft, steht für Spindelegger fest. Jetzt habe sich das freilich geändert, was der ÖVP-Chef wiederum Kurz zuschreibt, der hier eine Meilenstein-Leistung vollbracht habe. (APA, 8.7.2013)

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