Lehrer-Minus bei Sonderpädagogik

8. Juli 2013, 10:32
76 Postings

Unterrichtsministerium hat seit 2007 insgesamt 500 Lehrer-Planstellen für die Unterstützung von Schülern mit sonderpädagogischem Förderbedarf eingespart

An Österreichs Pflichtschulen sind seit 2007 ungefähr 500 Lehrer-Planstellen für die Unterstützung von Schülern mit sonderpädagogischem Förderbedarf weggefallen. Umgekehrt kam praktisch die gleiche Anzahl an Pädagogen für die seither ausgebaute ganztägige Betreuung dazu. Das ergab die Beantwortung einer parlamentarischen Anfrage durch Unterrichtsministerin Claudia Schmied (SPÖ).

700 Planstellung für Tagesbetreuung

Den größten Zuwachs bei den Planstellen für die Ganztagsangebote verzeichnete Wien (plus 80), gefolgt von Niederösterreich (72), Oberösterreich (57), dem Burgenland (42), der Steiermark (60), Vorarlberg, Kärnten (je 26), Salzburg (23) und Tirol (21). Insgesamt gibt es derzeit knapp 700 Planstellen für die Tagesbetreuung.

Den stärksten Rückgang bei den sonderpädagogischen Posten gab es in Oberösterreich (minus 136), gefolgt von der Steiermark (95), Niederösterreich (74), Tirol (63), Kärnten (52), Salzburg (34), Wien und Vorarlberg (je 27) und dem Burgenland (neun). Für den sonderpädagogischen Förderbedarf sind rund 6.450 Posten veranschlagt.

Sprachförderung

Für Sprachförderkurse gingen in Wien 50 Planstellen verloren. Oberösterreich stockte dagen um 25 Pädagogen auf, Salzburg um 23, Vorarlberg um 15. Alle anderen Bundesländer verzeichneten kaum Änderungen. Insgesamt gibt es derzeit rund 450 Planposten für Sprachförderkurse.

In der Anfragebeantwortung verweist Schmied darauf, dass der Planstellenbedarf anhand der jeweiligen Schülerzahlen berechnet werde. Daneben gibt es vom Bund noch Strukturmittel in Höhe von 25 Millionen Euro sowie Zuschläge für Sprachförderung und Tagesbetreuung. (APA, 8.7.2013)

  • Bild nicht mehr verfügbar

    Einen Zuwachs bei Planstellen für das Ganztagesangebot.

Share if you care.