Steiermark: Bub bei Familienfest in Kopf geschossen

8. Juli 2013, 14:57
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Achtjähriger lebensgefährlich verletzt - Männer hantierten mit Luftdruckgewehr, Schuss soll sich beim Laden gelöst haben

Weiz - Ein achtjähriger Bub ist am Samstag bei einer Familienfeier im oststeirischen Bezirk Weiz versehentlich von einem Projektil aus einem Luftdruckgewehr getroffen worden und hat dabei lebensgefährliche Verletzungen erlitten. Er wurde im LKH Graz notoperiert, sein Zustand war am Montagnachmittag zwar stabil, allerdings laut Spital "gestern unkritischer als heute". Der genaue Hergang des Unglücks ist noch Gegenstand von Erhebungen, so die Staatsanwaltschaft Graz am Montag. Als Schütze hatte sich direkt nach dem Unfall der Vater (30) der Polizei gestellt, erst später meldete sich ein anderer Festgast (38) und sagte, er habe geschossen.

Zu dem Fest hatten sich am Samstagabend Verwandte und Freunde in einer Mühle im Bezirk Weiz getroffen, um die Geburt eines Kindes zu feiern. Im Laufe des Abends wollten einige Partygäste hinter einer Hütte mit einem Luftdruckgewehr auf Zielscheiben schießen. Beim Nachladen des Gewehrs soll sich dann ein Schuss gelöst und das Kind auf der Stirn oberhalb des linken Auges getroffen haben. Teile des Projektils drangen in das Gehirn ein. Wie viele Luftdruck-Waffen bei dem Schießen verwendet wurden, war noch nicht geklärt.

Erhebungen im Gange

Während der Bub in die Kinderchirurgie des LKH Graz gebracht und notoperiert wurde, gab der Vater vor der Polizei an, dass sich der Schuss gelöst habe, als er mit dem Gewehr hantiert hatte. Er hatte 0,3 Promille Alkohol im Blut. Am Sonntagnachmittag meldete sich aber plötzlich ein 38-jähriger Gast bei der Polizei und sagte, ihm sei das Unglück passiert. Er war bei der Aussage laut Polizei nüchtern und beteuerte auch, zum Unfallzeitpunkt nichts getrunken zu haben. Die weiteren Erhebungen waren am Montag im Gange. Der Bub selbst war laut Klinik "halb wach", wegen am Montag aufgetretener neurologischer Probleme war er medikamentös behandelt worden. Er habe allerdings schon mit seiner Familie telefonieren können.

Bei der Party waren laut Behörden etwa 30 Erwachsene und 20 Kinder anwesend gewesen. Seitens der Staatsanwaltschaft Graz gab es am Montagnachmittag keine näheren Auskünfte. Es müssten noch Erhebungen und Befragungen durchgeführt werden. Man warte auch auf die Polizeiberichte, so Staatsanwaltschaftssprecher Hansjörg Bacher. (APA, 8.7.2013)

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