Leitbörsen in Fernost schließen im roten Bereich

8. Juli 2013, 11:57
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Tokio - Die Leitbörsen in Fernost haben am Montag im roten Bereich geschlossen. Der Nikkei-225 Index in Tokio fiel um 200,63 Zähler oder 1,40 Prozent auf 14.109,34 Punkte. Der Hang Seng Index in Hongkong ermäßigte sich um 272,48 Zähler (minus 1,31 Prozent) auf 20.582,19 Einheiten. Der Shanghai Composite gab 48,93 klare Punkte oder 2,44 Prozent auf 1.958,27 Punkte ab.

Kursverluste verzeichneten auch die Märkte in Singapur und Sydney. Der FTSE Straits Times Index schloss bei 3.155,47 Zählern mit einem Abschlag von 14,26 Punkten oder 0,45 Prozent. Der All Ordinaries Index in Sydney fiel um 28,8 Zähler oder 0,60 Prozent auf 4.797,60 Einheiten.

Belastet wurden die asiatischen Märkte zum einen von besser als erwartet ausgefallenen US-Arbeitsmarktdaten vom Freitag, welche die Spekulationen um eine baldige Einschränkung der ultra-lockeren Geldpolitik seitens der US-Notenbank Fed wieder angeheizt hatten. Zum anderen führten Marktteilnehmer Sorgen um eine Kreditklemme in China als Belastungsfaktor an.

Dazu kam die Nachricht, dass der Internationale Währungsfonds (IWF) wegen der geringeren Dynamik in den Schwellenländern seine Prognose für das globale Wirtschaftswachstum senken könnte. Bisher erwartet der IWF, dass die Weltwirtschaft im laufenden Jahr um 3,3 Prozent wächst.

Im Tokio gingen Softbank um 3,40 Prozent leichter bei 5.680,0 Yen aus der Sitzung, nachdem das Kreditrating des Telekom-Konzerns von Standard & Poor's von BBB auf BB+ abgestuft worden waren, so Marktteilnehmer. Daneben ist am Freitagabend bekannt geworden, dass Softbank die letzte Hürde zur Übernahme des US-Rivalen Sprint genommen hat. Die amerikanischen Telekom-Aufsichtsbehörde FCC genehmigte am Freitag den Kauf eines 78-Prozent-Anteils an dem drittgrößten US-Mobilfunker für 21,6 Mrd. Dollar.

In Hongkong zeigten sich Minenwerte schwach, nachdem die Analysten von Goldman Sachs ihre Einnahmen-Schätzungen für chinesische Minen- und Metallunternehmen für den Zeitraum von 2013 bis 2015 nach unten revidiert hatten. Die Analysten begründeten den Schritt mit der Erwartung sinkender Preise für Gold und Kupfer. Unter anderem rutschten Zijin Mining um 6,96 Prozent auf 1,47 Hongkong Dollar ab. Auch China Shenhua Energy fielen um 2,54 Prozent auf 19,98 Hongkong Dollar und Yanzhou Coal Mining verloren klare 3,42 Prozent auf 5,37 Hongkong Dollar.

Die größten Kursverlierer im Hang Seng waren allerdings Immobilienentwickler. So fielen Hang Lung Properties mit minus 3,77 Prozent auf 25,50 Hongkong Dollar ans Ende des Index. Zweitschwächster Wert waren Sino Land, welche 3,22 Prozent auf 10,22 Hongkong Dollar einbüßten.

In Sydney fielen ebenfalls Minenwerte ans Ende der Kurstafel zurück. Im ASX-20 rutschten Newcrest Mining um 7,74 Prozent auf 9,90 australische Dollar ab. Auch Rio Tinto gaben 2,01 Prozent auf 51,64 australische Dollar ab und BHP Billiton schlossen um 2,06 Prozent leichter bei 30,95 australischen Dollar. (APA, 8.7.2013)

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