Graph Search: Facebook verrät mehr über seine NutzerInnen

8. Juli 2013, 09:12
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Neues Feature verlässt die Beta-Phase - Start für englischsprachige NutzerInnen

Die Menge an Informationen, die Facebook über seine NutzerInnen besitzt, ist immens. Von Urlaubsbildern bis zu Bewertungen von Restaurants findet sich hier vieles, was auch langfristig für die eigenen Kontakte interessant sein könnte. Allein: Bislang ist es alles andere als einfach, solche Informationen auch Monate oder gar Jahre später wieder aufzuspüren.

Testphase...

Dessen ist sich auch Facebook bewusst, und hat entsprechend bereits Anfang des Jahres seine "Graph Search" vorgestellt. Mit dieser können Fragen nach dem Typus "Freunde, die Game of Thrones mögen" gestellt werden. Was folgte war eine ausgiebige Beta-Phase für die sich einzelne NutzerInnen gezielt anmelden mussten, und in deren Verlauf das Unternehmen zahlreiche Verbesserungen vornahm.

...abgeschlossen

Nun scheint man mit dem Ergebnis zufrieden zu sein: Wie die New York Times berichtet, startet am Montag die Auslieferung des neuen Features an alle NutzerInnen des sozialen Netzwerks. Den Anfang machen US-amerikanische UserInnen sowie jene, die die entsprechenden Spracheinstellungen gewählt haben. Diese Zielgruppe soll die Graph Search in den kommenden Wochen nach und nach vollständig erhalten.

Offene Fragen

Unklar ist hingegen noch, wann es das neue Tool auch für andere Sprachvarianten von Facebook geben wird. Ebenso offen ist die Frage, zu welchem Zeitpunkt die Graph Search auch über die mobile App verfügbar sein wird, bisher kann sie nur über die Webseite von Facebook genutzt werden. Das Unternehmen spricht lediglich vage von "später dieses Jahr".

Fehlendes

Der offizielle "Rollout" bedeutet übrigens nicht, dass die Kernentwicklungsphase der Graph Search bereits abgeschlossen wäre. Derzeit fehlt noch so manches von Facebook anvisierte Feature. So können etwa Statusupdates noch gar nicht durchsucht werden, die Synonymerkennung lässt zu wünschen übrig und Dritt-Apps wie Yelp oder Instagram sind ebenfalls noch nicht eingebunden.

Privatsphäre

Privacy-Bedenken in Bezug auf die Graph Search wischt Facebook vom Tisch. Hier würden nicht mehr Informationen dargeboten, als die NutzerInnen über ihre Privacy-Einstellungen erlauben, versichert das Unternehmen. (red, derStandard.at, 08.07.13)

  • Bild nicht mehr verfügbar

    Facebook-Gründer Mark Zuckerberg bei der Präsentation der Graph Search im Jänner.

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