Athen darf auf Hilfstranche hoffen

7. Juli 2013, 17:13
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IWF: Fortschritte bei Verhandlungen mit Griechenland

Athen - Kurz vor einem Treffen der Euro-Finanzminister stehen die Verhandlungen über weitere Milliardenkredite für Griechenland vor dem Abschluss. "Wir haben sehr gute Fortschritte erzielt", sagte der Griechenland-Beauftragte des Internationalen Währungsfonds (IWF), Poul Thomsen, am Sonntag. Er hoffe, dass die Verhandlungen am Montagmorgen vor dem Treffen der Minister abgeschlossen seien.

Die Geldgeber der Troika aus IWF, EU und Europäischer Zentralbank könnten Griechenland diese Woche eine Hilfstranche über 8,1 Milliarden Euro freigeben. Athen ist auf diese Zahlung angewiesen, denn im August wird eine Anleihe im Wert von 2,2 Milliarden Euro fällig. Auch der EU-Währungskommissar Olli Rehn betonte am Sonntag, dass die Verhandlungen über die nächste Rate für Griechenland gut laufen.

Streit gab es zuletzt über den öffentlichen Dienst. Die Athener Regierung hatte nicht wie vereinbart bis Juni 12.500 Stellen in ein "Mobilitätsprogramm" verlagert. Darüber sollen die Staatsbediensteten entweder versetzt oder entlassen werden. Nach griechischen Angaben wurde in diesem Punkt am Samstag aber eine Einigung erzielt. Gegenwind gibt es bei den Privatisierungen: Nach dem vorläufigen Scheitern des Verkaufs der staatlichen griechischen Erdgasfirma DEPA rechnen Athen und Troika mit deutlich weniger Einnahmen aus Privatisierungen in diesem Jahr als ursprünglich geplant. Statt 2,6 Milliarden Euro könnten nur 1,6 Milliarden bis Ende des Jahres in die Kassen gespült werden. (Reuters, sulu, DER STANDARD, 8.7.2013)

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