Kein Interesse am Kauf des Nürburgrings

7. Juli 2013, 11:57
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Mögliche Anklage lässt Ecclestone aber nicht kalt

Nürburgring - Bernie Ecclestone lässt eine mögliche Anklage vor dem Münchner Landgericht nicht völlig kalt. "Das ist immer in meinem Kopf und beschäftigt mich ebenso wie meine Anwälte", sagte der Formel-1-Geschäftsführer der Zeitung "Die Welt" und welt.de. "Wir müssen abwarten, wie die Sache ausgeht." Derzeit ist unklar, ob es überhaupt zu einer Anklage im Zusammenhang mit dem Verkauf der Formel 1 vor gut sieben Jahren kommt, oder ob die Staatsanwaltschaft einen Strafbefehl oder eine Einstellung mit Zustimmung des Gerichts beantragt hat.

Dem 82-Jährigen wird vorgeworfen, dem früheren BayernLB-Vorstand Gerhard Gribkowsky rund 44 Millionen Dollar Schmiergeld gezahlt zu haben. Ecclestone bestreitet seit jeher die Vorwürfe. Er stellt die Millionenzahlung an Gribkowsky als eine Art Schweigegeld dar, damit dieser ihn nicht bei den britischen Steuerbehörden anschwärzt. Sein damaliger Verhandlungspartner war 2012 zu achteinhalb Jahren Haft verurteilt worden, weil er das Geld angenommen und nicht versteuert hat.

Die Ermittlungen gegen Ecclestone, der sich den Besuch beim Deutschland-Rennen auf dem Nürburgring nicht nehmen ließ, sind auch seit geraumer Zeit abgeschlossen. Wegen Übersetzungsarbeiten verschob das Gericht zunächst die Bekanntgabe der Ergebnisse.

Indes erklärte Ecclestone, doch kein Interesse am Kauf des Nürburgrings zu haben. "Ich habe darüber nachgedacht", zitierte ihn die "Rhein-Zeitung". "Aber es ist für mich nicht praktikabel." Er hofft jedoch, dass jemand den insolventen Traditionskurs kauft. "Denn wir sind gerne hier." Zuvor hatte er der "Welt" gesagt: "Gut möglich, dass ich ihn kaufe. Zumindest denke ich darüber nach." Der Ring in der Eifel musste im vergangenen Jahr Insolvenz anmelden. Der ADAC gilt als möglicher Käufer. (APA, 7.7.2013)

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