Griechenland: Versetzung von 12.500 Beamten verlangt

7. Juli 2013, 10:37
91 Postings

Bedingung für die Auszahlung der nächsten Hilfskredite ist die Versetzung von 12.500 Staatsbediensteten

Athen - Die internationale Geldgeber-Troika und die Regierung in Athen haben auch am Sonntag über die Bedingungen für die Auszahlung der nächsten Hilfskredite verhandelt. Im Finanzministerium begann am späten Vormittag ein neues Treffen des Finanzministers Ioannis Stournaras mit den Kontrolleuren aus EU, dem Internationalen Währungsfonds (IWF) und der Europäischen Zentralbank (EZB). "Wir sind optimistisch", sagte ein Mitarbeiter des Ministeriums der Nachrichtenagentur dpa, ohne allerdings Details zu nennen.

"Mobilitätsreserve": Versetzt oder arbeitslos

Nach übereinstimmenden Berichten der griechischen Presse soll das wichtigste Thema, die sogenannte "Mobilitätsreserve", abgehakt sein. Bis Ende September müssen demnach 12.500 Staatsbedienstete in andere Behörden versetzt werden, in denen es an Personal mangelt. Sollte kein Arbeitsplatz für sie gefunden werden, sollen sie gehen. Zu den Betroffenen zählen auch gut 3.500 Kommunalpolizisten. Auch tausende Angestellte der Städte und Gemeinden sind betroffen. Hunderte Kommunalpolizisten hatten am Samstag in Athen gegen ihre Versetzung in die sogenannte "Mobilitätsreserve" protestiert.

Der Bericht der Troika über den Werdegang der Reformen in Griechenland soll am Montag der Eurogruppe vorgelegt werden. Es geht um die Auszahlung der nächsten Kredittranche von 8,1 Mrd. Euro an das krisengeschüttelte Euroland. In Athen galt am Sonntag als sehr wahrscheinlich, dass die 8,1 Mrd. Euro in Raten und erst nach weiteren Kontrollen der Geldgeber ausgezahlt werden. (APA, 7.7.2013)

  • Kommunalpolizisten aus Attica demonstrierten am Samstag in Athen gegen ihre Versetzung zur griechischen Bundespolizei.
    foto: epa/orestis panagiotou

    Kommunalpolizisten aus Attica demonstrierten am Samstag in Athen gegen ihre Versetzung zur griechischen Bundespolizei.

Share if you care.