Marion Bartoli macht kurzen Prozess mit Lisicki

6. Juli 2013, 17:21
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Französin holt mit 6:1,6:4-Erfolg im Frauen-Finale gegen Deutsche Lisicki ihren ersten Titel in London

London - Nichts wurde es mit dem ersten deutschen Wimbledontitel seit 17 Jahren:  Sabine Lisicki unterlag im Finale des bedeutendsten Tennisturniers der Welt der Französin Marion Bartoli klar mit 1:6, 4:6.

Die 28-Jährige war am Samstag im Endspiel der All England Tennis-Championships gegen ihre entnervte Gegnerin, die zum ersten Mal in einem Major-Finale stand, ungefährdet. Nach 1:21 Stunden holte Bartoli ihren ersten Grand-Slam-Titel in einem an Überraschungen reichen Damen-Turnier.

Für den ersten Grand-Slam-Titel kassiert die Weltranglisten-15. 1,87 Mio. Euro. Lisicki, die im Achtelfinale die haushohe Favoritin und Nummer eins Serena Williams (USA) besiegt hatte, darf sich mit über 934.000 Euro trösten.

Der Deutschen, um deren Person in der Heimat in den letzten Tagen ein gehöriger Hype ausgebrochen war, unterliefen trotz eines optimalen Auftaktes mit einem Break viele einfache Fehler. Besonders die ersten Aufschläge, von denen Lisicki im ersten Satz nur 54 Prozent ins Feld brachte, waren nicht die gewohnte Waffe. Bartoli versuchte immer wieder, ihre Gegnerin auf der Rückhandseite festzunageln. Mit Erfolg: Nach einer halben Stunde verwandelte die Finalistin von 2007 ihren ersten Satzball.

Im ersten Aufschlagspiel der Französin im zweiten Satz konnte Lisicki vier Breakchancen nicht nutzen. Bartoli machte es besser und ging rasch mit 4:1 in Führung, während ihre Gegnerin zunehmend emotional übermannt wurde und gegen Tränen ankämpfte. Dennoch konnte sie beim Stand von 1:5 drei Matchbälle abwehren, und in der Folge auf 4:5 verkürzen. Doch das war nur ein Intermezzo. Bartoli blieb ruhig und servierte am Ende zum Sieg aus. (red/sid - 6.7. 2013)

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    Der Schläger segelt, Bartoli sinkt hin - das Wimbledoner Damenturnier 2013 ist in diesem Augenblick zu Ende.

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