Kartellverfahren: Bier-Konzerne als Kronzeugen

6. Juli 2013, 13:06
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Das Nachrichtenmagazin "Focus" berichtet, dass zwei Formen ausgesagt haben

München - Die Ermittlungen des deutschen Bundeskartellamtes wegen des Verdachts auf Preisabsprachen bei großen Bierbrauern stehen vor dem Abschluss. Das Nachrichtenmagazin "Focus" berichtete am Samstag im Voraus aus seiner neuen Ausgabe, zwei der verdächtigen Firmen haben ausgesagt und gelten nun als Kronzeugen.

Eines der Unternehmen ist laut "Focus" der internationale Konzern Inbev mit Marken wie Beck's oder Hasseröder. Laut Bericht räumten mehrere Manager des Konzerns bereits im Herbst 2011 die illegalen Absprachen ein. Dank der Kronzeugenregelung müsse Inbev kein Bußgeld zahlen. Das andere Unternehmen ist laut Bericht die Bitburger Braugruppe, die im vergangenen Sommer ein schriftliches Geständnis übermittelt habe. Sie könne auf einen Strafrabatt hoffen.

Das Verfahren richtet sich gegen elf Brauereien und einen Verband. Kartellamtspräsident Andreas Mundt hatte kürzlich angekündigt, die Ermittlungen zu den sogenannten Fernsehbieren - also Biermarken, die durch Fernsehwerbung allgemein bekannt sind - würden noch in diesem Jahr abgeschlossen. Es drohen Bußgelder in dreistelliger Millionenhöhe. (APA, 6.7.2013)

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