Schlacht um Homs: Tausende sitzen fest

6. Juli 2013, 18:14
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Prominenter Video-Aktivist erliegt Verletzungen

Damaskus - Die Vereinten Nationen haben sich besorgt über das Schicksal Tausender syrischer Zivilisten geäußert, die in der seit mehr als einer Woche heftig umkämpften Rebellenbastion Homs festsitzen. Die vermutlich 2500 bis 4000 Eingeschlossenen müssten die Stadt verlassen dürfen ohne Angst vor Verfolgung oder Gewalt, forderte der Sprecher des UN-Menschenrechtskommissars, Rupert Colville, am Freitag die Kriegsparteien auf. Hilfsorganisationen müssten zudem ungehinderten Zugang zu der Region erhalten. Aktivisten zufolge mangelt es in den umkämpften Gebieten erheblich an Lebensmitteln, Wasser, Medizin, Strom und Benzin.

Die syrischen Truppen werden bei ihrer Offensive zur Einnahme von Homs und den umliegenden Orten Bewohnern zufolge von Kämpfern der libanesischen Hisbollah und regierungstreuen Milizen unterstützt. Aus einigen Oppositionskreisen verlautete, die Truppen von Präsident Bashar al-Assad hätten in Homs etwas Boden gutgemacht. Andere Quellen berichteten jedoch von einer unveränderten Pattsituation. Sollte die Regierungstruppen die drittgrößte Stadt des Landes erobern, würden sie einen Korridor quer durch Syrien von Damaskus bis zu den Assad-Hochburgen an der Mittelmeerküste beherrschen und die Verbindung zwischen von Rebellen gehaltenen Gebieten im Norden und im Süden kappen.

Mehr als 100.000 Menschen starben in dem seit mehr als zwei Jahren anhaltenden Konflikt, der sich zu einem Bürgerkrieg ausgewachsen hat. Am Freitag erlag der prominente Aktivist Mohammed Moaz Verletzungen, die er beim Beschuss eines von den Rebellen gehaltenen Vororts von Damaskus erlitt. Moat hieß in Wirklichkeit Fedaa al-Baali. Er war einer der ersten Aktivisten, die sich selbst filmen ließen, um seinen Berichten mehr Glaubwürdigkeit zu verleihen. Nachdem die Sicherheitskräfte seine wahre Identität herausgefunden hatten, versuchten sie ihn zunächst zu erpressen und zum Schweigen zu bringen, indem sie seinen Vater entführten. Moaz ließ jedoch nicht locker. Später wurde sein Vater freigelassen, sein Bruder aber im vergangenen Jahr getötet. (APA/Reuters, 5.7.2013)

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    Zerstörte Wohnhäuser in Homs

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    Kämpfer der "Free Syrian Army" und der islamistischen Al-Nusra-Front

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