Misshandlungsvorwürfe: Drei Jugendliche aus Heim in Brandenburg geflüchtet

5. Juli 2013, 19:35
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Laut ihrem Anwalt gab es "eine Vielzahl von Gewalttaten, Fixierungen am Boden und vor allem Demütigungen"

Hamburg/Potsdam - Drei Burschen im Alter von 15 bzw. 16 Jahren sind nach angeblichen Misshandlungen aus einem umstrittenen Kinder- und Jugendheim im deutschen Brandenburg geflüchtet. Der Anwalt der Jugendlichen hat am Freitag schwere Vorwürfe in Richtung des Heim-Betreibers erhoben. "Es gab eine Vielzahl von Gewalttaten, Fixierungen am Boden und vor allem Demütigungen", sagte der Hamburger Familienrechtler Rudolf von Bracken..

Die Übergriffe hätten auch zu Verletzungen geführt, die ärztlich behandelt werden mussten. Diese Fälle seien jedoch als Unfälle vertuscht worden.

Nach seiner Kenntnis seien Aufsichtsbehörden nicht von Ärzten informiert worden, berichtete von Bracken. Er forderte die Brandenburger Behörden auf, dem Heimträger die Betriebserlaubnis zu entziehen.

Staatsanwaltschaft ermittelt

Durch die Vermittlung einer Hamburger Sozialeinrichtung haben die Burschen, die nach ihrem Verschwinden zunächst als vermisst galten, inzwischen eine neue Bleibe gefunden. Ihren aktuellen Aufenthaltsort wollte eine Sprecherin aber nicht nennen.

Die Staatsanwaltschaft Cottbus ermittelt bereits gegen Erzieher und Geschäftsleitung des Heimträgers. Bisher beziehen sich die Vorwürfe auf Fälle in der Vergangenheit. Nach Angaben einer Sprecherin liegen der Behörde noch keine Anzeigen der drei Jugendlichen vor. (APA, 5.7.2013)

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