Forscher prüfen neue Methode gegen Bauchspeicheldrüsenkrebs

5. Juli 2013, 16:23
6 Postings

Deutsche Forscher evaluieren, ob sich die Überlebenschancen erhöhen, wenn die Patienten vor der Operation bestrahlt werden und eine Chemotherapie erhalten

Hamburg - Eine neue Studie soll helfen, die Überlebenschancen bei Bauchspeicheldrüsenkrebs zu verbessern. An der vom Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf (UKE) geleiteten Untersuchung beteiligen sich in den kommenden sechs Jahren 19 Kliniken in ganz Deutschland, wie das UKE am Freitag mitteilte. Die ersten Patienten sollen ab August behandelt werden.

Erste Ergebnisse aus den USA weisen laut Angaben der UKE-Forscher darauf hin, dass sich die Überlebenschancen der Patienten erhöhen lassen könnten, wenn sie vor der Operation bestrahlt werden und eine Chemotherapie erhalten. Das soll nun mit der neuen Studie überprüft werden. Bislang wurde der Tumor operativ entfernt, erst danach erhielt der Patient eine Chemotherapie, um eventuell verbliebene Krebszellen zu zerstören.

Heilungschancen bislang sehr schlecht

Das sogenannte Pankreaskarzinom hat die niedrigsten Überlebensraten unter allen Krebserkrankungen. "Die Heilungschancen sind bei dieser Erkrankung leider sehr schlecht, da der Tumor häufig erst in einem späten Stadium diagnostiziert wird", erklärt Maximilian Bockhorn, Oberarzt für Allgemein-, Viszeral- und Thoraxchirurgie am UKE.

410 Patienten mit Bauchspeicheldrüsenkrebs, die keine Metastasen haben und noch unbehandelt sind, können an der Studie teilnehmen. Vorrangiges Ziel sei es, das Langzeitüberleben der Patienten deutlich zu verbessern - von derzeit 30 auf 42 Prozent nach drei Jahren, erklären die Mediziner. (APA/red, derStandard.at, 5.7.2013)

Share if you care.