Man muss nicht sehen können, um zu sporteln

Ansichtssache6. Juli 2013, 12:11
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Im US-Bundesstaat New York kommen blinde und sehbeeinträchtigte Jugendliche in einem Feriencamp erstmals zum Sport

Für viele Jugendliche war es die erste Möglichkeit, Sportarten auszuprobieren, mit denen ihre Altersgenossen wie selbstverständlich aufgewachsen sind. In Brockport im US-Bundesstaat New York fand vergangene Woche das "Camp Abilities" ("Ferienlager der Begabungen") für blinde und sehbeeinträchtigte Jugendliche statt.

Unter professioneller Anleitung konnten die 52 Buben und Mädchen erstmals radfahren, reiten, schwimmen, sich in Leichtathletikdisziplinen, Boden- und Geräteturnen oder verschiedenen Ballsportarten versuchen. Unterstützt wurden sie dabei in dem einwöchigen Camp von Betreuern und technischen Hilfsmitteln - etwa Tandems oder Stockschläge gegen den Ring zur akustischen Wahrnehmung beim Basketball.

"Wir lernen doppelt so viel von ihnen"

Das Camp-Format wurde 1996 von Lauren Lieberman, einer Professorin am Brockport College, erdacht. Sie verfolgte damit zwei Ziele: Die Jugendlichen sollten Selbstvertrauen gewinnen und die Betreuer eine praktische Möglichkeit für Grundlagenforschung und Lehrmethoden im Behindertensport erhalten.

Das Modell wurde in mehreren Ländern übernommen und ist mittlerweile in Kanada, Finnland oder Costa Rica etabliert. Wie in den USA wird auch dort überlegt, die Methodik in den regulären Schulbetrieb zu integrieren. Und davon profitieren nicht nur die jungen Sportler, wie Adam Dwyer, einer der Betreuer, gegenüber Reuters sagt: "Die Teilnehmer glauben, dass sie etwas von uns lernen. Aber wir lernen doppelt so viel von ihnen." (red, derStandard.at, 5.7.2013)

foto: reuters/mark blinch
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