Schleichende Tomaten-Revolution an der Theke

5. Juli 2013, 09:26
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Die deutschen Verbraucher kaufen immer weniger, dafür immer kleinere Tomaten und geben dafür immer mehr Geld aus

Berlin - In den Monaten Jänner bis Mai haben die Deutschen seit 2006 jedes Jahr rund zwei Prozent weniger Tomaten gekauft, wie die Agrarmarkt-Informationsgesellschaft (AMI) mitteilte. Die Ausgaben stiegen gleichzeitig aber um knapp ein Prozent.

In den ersten fünf Monaten dieses Jahres kauften die Verbraucher laut AMI 4,17 Kilogramm Tomaten pro Haushalt, für welche sie 12,50 Euro ausgaben. Im Gesamtjahr 2012 bezahlten die Haushalte im Schnitt 29,30 Euro für 11,3 Kilo Tomaten. Dabei verschwanden die klassischen runden Tomaten immer weiter aus dem Sortiment: Sie machten zuletzt nur noch zwölf Prozent der Einkaufsmenge aus; vor fünf Jahren waren es noch 19 Prozent. Auch zu großen Strauchtomaten greifen die Deutschen weniger: Ihr Marktanteil sank auf 38 Prozent.

Großer Markt für kleine Tomaten

Im Trend liegen hingegen kleinere Tomatensorten: Der Marktanteil von Cherry- und Cocktailtomaten stieg laut AMI innerhalb der letzten fünf Jahre von 29 auf 39 Prozent. Weil diese aber teurer sind als große Tomaten, gaben die Verbraucher die Hälfte ihres Tomatenbudgets dafür aus.

Damit lohnt sich auch für die Landwirte der Anbau - denn die Flächenerträge sind bei den kleinen Trendsorten eigentlich deutlich geringer als bei klassischen, größeren Tomaten. Zugelegt hat zudem der Marktanteil deutscher Tomaten - trotzdem bleibt er nach Angaben der AMI vergleichsweise gering. (APA, 5.7.2013)

  • Kleine Tomate, große Zukunft.

    Kleine Tomate, große Zukunft.

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