Euro schwächer

5. Juli 2013, 17:00
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Frankfurt - Der Euro ist am Freitag nach überraschend robust ausgefallenen Daten vom US-Arbeitsmarkt weiter gefallen. In der Privatwirtschaft der Vereinigten Staaten wurden im Juni deutlich mehr Stellen geschaffen als erwartet, dadurch erhielt der US-Dollar Kursauftrieb. Durch das Bekenntnis der Europäischen Zentralbank (EZB) zu dauerhaft niedrigen Zinsen war der Euro bereits heftig angeschlagen.

Die europäische Gemeinschaftswährung fiel nach Veröffentlichung des besser als erwartet ausgefallenen US-Arbeitsmarktberichts am Nachmittag bis knapp über die Marke von 1,28 Dollar. Zuletzt wurde sie etwas erholt bei 1,2841 Dollar gehandelt.

Im frühen Handel hatte der Euro noch über der Marke von 1,29 Dollar notiert. Davor hatte die EZB den Referenzkurs gegen Mittag auf 1,2883 (Donnerstag: 1,2984) Dollar festgesetzt.

Die neuen Zahlen vom Arbeitsmarkt dürften die US-Notenbank Fed darin bestärken, ihre weit geöffneten Geldschleusen schon bald wieder etwas zu schließen. Anleger setzen deshalb auf Kursgewinne beim Dollar. Die EZB hat den Finanzmärkten am Donnerstag erstmals dauerhaft billiges Geld versprochen, was den Euro belastet. "Für uns bleibt klar, dass die USA beim Überwinden ihrer Krise deutlich weiter voran sind als der Euroraum", kommentierte ein Analyst der Commerzbank.

Zu anderen wichtigen Währungen legte die EZB die Referenzkurse für einen Euro auf 0,86055 (0,85980) britische Pfund, 128,97 (129,64) japanische Yen und 1,2348 (1,2328) Schweizer Franken fest. Die Feinunze Gold wurde am Nachmittag in London mit 1212,75 (1251,75) Dollar gefixt. Ein Kilogramm Gold kostete 30 250,00 (30 360,00) Euro.  (APA, 5.7.2013)

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