EZB dementiert Drohung an Zypern

5. Juli 2013, 11:42
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EZB-Direktor Asmussen soll das Hilfsende angedroht haben, sollte das Euro-Land weiterhin auf Änderungen pochen

Nikosia/Berlin - Die Europäische Zentralbank (EZB) hat eine Zeitungsmeldung dementiert, wonach sie Zypern mit dem Abbruch des milliardenschweren Hilfsprogramms droht. "Die EZB weist den Bericht zurück", sagte ein Sprecher der Notenbank. Zuvor hatte "Die Welt" ohne Angaben von Quellen berichtet, der deutsche EZB-Direktor Jörg Asmussen habe gedroht, die Hilfen einzustellen, sollte das Euro-Land weiter auf Änderungen pochen. Die EZB ist neben der EU-Kommission und dem Internationalen Währungsfonds (IWF) Teil der sogenannten Troika und überwacht die Auflagen und Reformfortschritte Zyperns.

Die deutsche Regierung hatte bereits Mitte Juni kritisch auf einen Vorstoß des zypriotischen Präsidenten Nikos Anastasiades reagiert, der um Entgegenkommen gebeten hatte. Der Inselstaat bekommt vom IWF und den Euro-Partnern rund zehn Milliarden Euro, allerdings unter der Voraussetzung, dass das Land erhebliche Sparanstrengungen und Reformen unternimmt. Ohne das Geld droht Zypern die Staatspleite. (APA, 5.7.2013)

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