Wiener Investor hat Haberleitner angezeigt

4. Juli 2013, 18:41
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Haberleitner weist Vorwurf der Täuschung zurück

Pucking - Nachdem ihm bei der insolventen Drogeriekette dayli das Heft aus der Hand genommen wurde und die Polizei wegen einen dubiosen Millionenraubes gegen dayli-Geschäftsführer Rudolf Haberleitner ermittelt kommt nun ein weiteres Problem auf ihn zu: Ein Wiener fühlt sich um sein Geld betrogen, das er in Haberleitners MCS Fashion GmbH investiert hat. Er hat den Fall angezeigt, berichtet der Kurier. Der Investor wird von dem Wiener Rechtsanwalt Helmut Krenn vertreten.

Vertrauen nicht honoriert

Der Vorwurf von Anwalt Krenn: Haberleitner habe seinen Mandanten Friedrich W. dazu bewogen, ihm seine "gesamten Ersparnisse anzuvertrauen". Demnach beteiligte sich W. im Mai 2005 mit 70.000 Euro an Haberleitners MCS Fashion Gmbh mit Sitz im 1. Wiener Gemeindebezirk. Dazu kam ein Darlehen in Höhe von 30.000 Euro. Für die Einlage versprach Haberleitner laut Anzeige eine Gewinnbeteiligung in Höhe von 5,5 Prozent des Jahresgewinns, für das Darlehen eine Verzinsung von drei Prozent. Der Anzeige zufolge leistete Haberleitner jedoch keine Zahlungen. Er "verstand es, mich immer wieder hinzuhalten", fühlt sich W. um sein Geld betrogen. Schließlich riss dem Wiener der Geduldsfaden. Er klagte, bekam Recht und trotzdem kein Geld, heißt es in dem Bericht.

Stattdessen wurde ihm vom Anwalt der MCS Fashion GmbH, Franz Guggenberger (auch Aufsichtsratschef bei der Schlecker-Nachfolgegesellschaft dayli), erklärt, dass die MCS zahlungsunfähig sein. "Jedenfalls ergibt sich aus den vorgelegten Bilanzen der MCS Fashion GmbH, dass diese Firma in den Jahren (jedenfalls ab Abschluss des Vertrages 2005) 2004 bis 2010 Bilanzverluste schrieb, was dem Anzeiger damals nicht bekannt war bzw. dem Anzeiger vom Angezeigten verheimlicht wurde, um diesen dazu zu bewegen, die stille Einlage zu gewähren und das Darlehen zuzuzählen", heißt es in der Anzeige laut der Zeitung.

Haberleitner bestritt die Vorwürfe. Es gebe keine offenen Forderungen von W. an ihn. Es würden nun alle möglichen Leute etwas erfinden um noch was von ihm zu bekommen, meinte er. (APA, 4.7.2013)

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