Aufstand im Stahlstadt-Dschungel: Linzer bangen um Hinterhof-Grün

4. Juli 2013, 18:42
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Bebauungsplan könnte zu Tabubruch mit Dominoeffekt führen, befürchten Anrainer

Linz - Mehr als die Hälfte des Linzer Stadtgebiets ist Grünland, die Stahlstadt zählt damit zu den grünsten Städten Österreichs. Damit dies auch künftig so bleibt, steigen jetzt Anrainer auf die Barrikaden. Nachdem in den letzten Jahren Kritik an der zum Teil fast grünfreien Neugestaltung diverser öffentlicher Plätze laut wurde, stößt jetzt Bewohnern ein neuer Bebauungsplan für einen Häuserblock direkt im Linzer Zentrum (Mozart-, Fadinger-, Harrach- und Dinghoferstraße) sauer auf.

Laut Planentwurf darf das Haus Fadingerstraße 17, das der evangelischen Kirche gehört, um einen Zubau von ca. 15 Metern in den Innenhofgarten erweitert werden. "Dadurch werden die Bewohner der Nachbarhäuser 'eingekastelt'. Die Verbauung der bisherigen Grünoase ist ein unglaublicher Tabubruch, dem weitere folgen könnten", ärgert sich Bernhard Reiter, Sprecher der Initiative Innenhofgrün, im Gespräch mit dem STANDARD. Außerdem müsste ein 60 Jahre alter Nussbaum im Garten einer geplanten Tiefgarage weichen. Reiter: "Obwohl der Baum ursprünglich schon als erhaltenswert im Bebauungsplan-Entwurf gekennzeichnet war."

Vonseiten der Stadt war am Donnerstag niemand für eine Stellungnahme erreichbar. Die Initiative lädt heute, Freitag, zu einem grünen Lokalaugenschein in den Innenhof. (Markus Rohrhofer, DER STANDARD, 5.7.2013)

  • Ein bisschen Grün muss sein - auch für Städter. Linzer Anrainer kämpfen jetzt um ihren Naturgarten.
    foto: bernhard reiter

    Ein bisschen Grün muss sein - auch für Städter. Linzer Anrainer kämpfen jetzt um ihren Naturgarten.

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