Kamerun von FIFA gesperrt

4. Juli 2013, 18:14
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Politische Einflussnahme kostet Verband die Startberechtigung - Strafe für Togo würde Kamerun in WM-Quali helfen

Kamerun wird vorerst wegen unerlaubter politischer Einflussnahme auf den nationalen Fußballverband von allen Bewerben der FIFA ausgeschlossen. Diesen Entschluss gab der Weltfußballverband am Donnerstag bekannt. Die Sanktion wird erst aufgehoben, wenn ein unabhängiges FIFA-Kommittee ungehindert in Kamerun an einer "Normalisierung" arbeiten darf. Dieses solle bis Ende März 2014 an neuen Statuten arbeiten und neue Amtsträger wählen.

Für den vierfachen Sieger der Afrikameisterschaft überschattet diese Meldung die guten Nachrichten des Tages. In der WM-Qualifikation verbesserte sich die Situation der Zentralafrikaner massiv, da die FIFA eine 0:2-Niederlage gegen Togo in einen 3:0-Sieg verwandelte. Der Grund ist der nicht-regelkonforme Einsatz des Spielers Alexys Romao auf Seiten der Westafrikaner. Romao hatte im Bewerb bereits zwei Gelbe Karten erhalten und hätte deshalb nicht spielen dürfen. Kamerun führt die Qualifikationsgruppe damit plötzlich vor Libyen an.

Damit hätte der zuletzt kriselnde Riese des afrikanischen Fußballs doch noch alle Trümphe in der Hand, um sich für die entscheidenden Play-offs zu qualifizieren. Das letzte Gruppenspiel, ein direktes Duell mit Libyen, würde Anfang September über die Bühne gehen, sollte Kamerun bis dahin rehabilitiert werden. (red, derStandard.at, 4.7.2013)

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