Italien: Letta kalmiert seine Partner und darf weiterarbeiten

4. Juli 2013, 18:00
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Rom/Wien - Italiens Ministerpräsident Enrico Letta hat zwei Monate nach Beginn seiner Amtszeit die erste gefährliche Bewährungsprobe bestanden: Nachdem mehrere seiner Koalitionspartner in den vergangenen Tagen lautstark protestiert hatten, hat Letta nun eingelenkt und am Donnerstag im Zuge einer Krisensitzung des Kabinetts zugesagt, die Parteien stärker als bisher in die tägliche Regierungsarbeit und Beschlussfassung einzubeziehen.

Unter Druck geraten war Letta nicht zuletzt wegen des angeblich zu schleppenden Reformtempos. Diesen Vorwurf erhob vor allem sein direkter Vorgänger als Regierungschef, der Wirtschaftsexperte und ehemalige EU-Kommissar Mario Monti. Er hatte mit dem Austritt seiner Bewegung Scelta Civica gedroht, sollte Letta die Punkte des Regierungsabkommens nicht zügiger umsetzen.

Säumig sei die Regierung auch bei der Überweisung von Geldern für die öffentliche Verwaltung gewesen, damit diese Zahlungsaufforderungen privater Dienstleister und Lieferanten nachkommen kann. (gian, DER STANDARD, 5.7.2013)

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