Meterhohe Algenberge vor Chinas Ostküste

Ansichtssache5. Juli 2013, 10:20
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Der Badestrand der Küstenstadt Qingdao ist von einer grünen Masse überzogen

Der Badestrand an der Küstenstadt Qingdao ist von einer grünen Masse überzogen

Im Moment bedecken Tonnen grüner Algen die Küste vor der ostchinesischen Hafenstadt Qingdao in der Provinz Shandong. Der Badestrand ist bei den Chinesen ein beliebtes Ferienziel. Daran ändert vorerst auch der grüne Algenteppich nichts, der das Wasser an der Küste kilometerbreit bedeckt. Ein unangenehmer Geruch entsteht erst, sobald die frischen grünen zu weißen Algen verrotten.

Wiederkehrende Algenplagen

Chinesische Küstengewässer haben in der Vergangenheit immer wieder schlimme Algenplagen erlebt. Im Jahr 2008 bedrohten die Gewächse die olympischen Segelwettbewerbe in Qingdao. Tausende Hilfskräfte mussten mobilisiert werden, um die Algen aus dem Wasser zu fischen. Für Fischer ist die Algenplage äußerst problematisch, denn durch die abgestorbenen Algen wird eine Menge Sauerstoff verbraucht. Fische in Küstennähe drohen dadurch zu verenden. 

Ursache unklar

Mögliche Ursache für die Algenpest sind schädliche Abwässer und chemische Verunreinigung, die das Wachstum der Wasserpflanzen begünstigen. Die Behörden wollen das nicht wahrhaben und schließen Umweltsünden als Grund für den Algenteppich aus. Sie sprechen von einem natürlichen Phänomen, das vor allem bei hohen Temperaturen auftreten könne. (red, derStandard.at, 4.7.2013)

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