Hollywood und Sony starten mit Filmportal in Deutschland

4. Juli 2013, 09:45
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Wollen Apple-Monopol bei Downloadinhalten brechen

Hollywood zieht für das Geschäft mit digitalen Filmen und Serien eine neue Grenze ein. Noch im zweiten Halbjahr wollen die Hollywood-Studios auch in Deutschland und Frankreich mit dem digitalen Service Ultraviolet starten. Sony und fünf weitere Hollywood-Studios wollen damit der Konkurrenz von Apple und Amazon entgegentreten. Auch 20th Century Fox, Warner Bros. und Paramount sind bei Ultraviolet mit an Bord.

Apple-Monopol soll gebrochen werden

In einem Interview mit dem Handelsblatt betonte der Sony-Manager David Bishop, dass die kooperierenden Film-Studios das Quasimonopol von Apple beim Download von Filmen und Serien brechen wollen. Bishop sagt zudem, dass große Handelsunternehmen die Pläne in Deutschland positiv sehen.

Hinter Ultraviolet verbirgt sich ein cloudbasiertes Lizenzsystem. Damit können Kunden ihre gekauften Filme und Serien auf bis zu zwölf Geräten nutzen, unabhängig davon, ob es sich dabei um einen PC, ein Tablet oder ein Smartphone handelt. Im Oktober 2011 ging das Filmportal an den Start, und es zählt heute rund 12,5 Millionen Haushalte als Kunden.

Besonders im englischsprachigen Raum ist Ultraviolet verfügbar, etwa in den USA, Kanada, Großbritannien oder Australien. Eine aktuelle Blu-Ray kostet in den USA in der Regel 17,99 Dollar. Mit welchem Preismodell in Deutschland gestartet werden soll, ist allerdings noch unklar. (red, Der Standard, 04.07.2013)

  • Sony und Co. wollen mit Ultraviolet Apples iTunes angreifen.
    foto: sony

    Sony und Co. wollen mit Ultraviolet Apples iTunes angreifen.

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