Kitzbüheler Baurechtsdeal ärgert Opposition

3. Juli 2013, 19:09
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Vorwurf der fehlenden Transparenz rund um die Zukunft des früheren Krankenhauses

Innsbruck - Seit seiner Schließung im Jahr 2009 wird über die Zukunft des ehemaligen Krankenhauses Kitzbühel diskutiert. Geplant war, die medizinische Versorgung auf drei Säulen zu stellen. Das Gesundheitszentrum gibt es bereits, und auch der Rehab-Bereich sollte dieses Jahr noch eröffnet werden. Auch die dritte Säule, ein Sanatorium, könnte schon bald realisiert werden.

Ein Investor wurde von der Stadt gefunden. Über die genauen Kosten für den Umbau schweigen aber sowohl der Bürgermeister von Kitzbühel, Klaus Winkler (VP), als auch der Investor selbst, kritisiert Gemeinderat Thomas Nothegger von der Fraktion JUK (Junge Unabhängige Kitzbüheler). Trotzdem sollten in der nächsten Gemeinderatssitzung, am kommenden Montag, die Verträge zum Baurecht des Sanatoriums Kitzbühel beschlossen werden.

Keine Ausschreibung

Peter Scheiring von der Liste Fritz fordert mehr Transparenz: Die Nachnutzung der städtischen Krankenhausimmobilie sei seit ihrer Schließung niemals öffentlich ausgeschrieben worden. Damit konnten nie alternative Nachnutzungskonzepte präsentiert werden. Nothegger ist sauer: Der Gemeinderat werde vor vollendete Tatsachen gestellt. Ebenfalls nicht geheuer sei der geplante Baurechtsdeal: So würden damit der Gemeinde die Nutzungsrechte für 75 Jahre entzogen.

Damit sei der notwendige Ausbau an Pflegebetten in Kitzbühel nicht möglich: "Diese Baurechtslaufzeit ähnelt einem Verkauf." Den Vertrag habe er auch noch nicht gesehen. "Wie soll ich über einen Vertrag abstimmen, der 75 Jahre gültig ist?" Was ihn zudem ärgert: Statt eines Sanatoriums zur medizinischen Versorgung sei eine Beautyklinik geplant. (ver, DER STANDARD, 4.7.2013)

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