Peugeot verhandelt mit chinesischem Beifahrer

3. Juli 2013, 18:59
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Dongfeng Motor soll einen Einstieg beim französischem Autobauer planen

Paris/Schanghai - Der angeschlagene französische Autokonzern PSA Peugeot Citroën verhandelt einem Zeitungsbericht zufolge über einen Einstieg des chinesischen Partnerunternehmens Dongfeng.

PSA-Verwaltungsrat-Chef Thierry Peugeot setze "große Hoffnungen" in Dongfeng Motor, mit dem PSA bereits ein Joint Venture hat, berichtete die staatlich gestützte chinesische Zeitung 21st Century Business Herald am Mittwoch. Beide Seiten stünden seit einiger Zeit in Kontakt miteinander, die Gespräche seien aber "sehr komplex" und es gebe nur langsam Fortschritte, zitierte die Zeitung eine ungenannte Quelle. Der Ausgang der Verhandlungen sei derzeit noch unklar.

Einer weiteren Quelle zufolge gibt es auch noch keine Einigung über die mögliche Höhe einer Beteiligung. Dem Vorhaben müssten noch die Verwaltungsräte beider Unternehmen zustimmen. Ein Sprecher von Dongfeng wollte den Bericht nicht kommentieren. Die Sprecherin von PSA in China wies die Informationen als "Gerüchte" zurück. Peugeot hatte erst am Dienstag bekanntgegeben, dass der Autobauer eine dritte Fabrik in China eröffnet. Der Autoabsatz von Dongfeng Peugeot Citroën in China war alleine im ersten Halbjahr um über ein Drittel auf knapp 275.000 Autos gestiegen.

PSA hat immense Absatzschwierigkeiten in Europa und schreibt rote Zahlen. Für Frankreich hatte PSA die Streichung tausender Stellen und die Schließung eines ganzen Werkes angekündigt. Kürzlich hatte der US-Konzern General Motors (GM), der sieben Prozent an PSA hält, erklärt, er wolle kein zusätzliches Kapital in den französischen Autobauer investieren. (APA, DER STANDARD, 4.7.2013)

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