Menschenrechtler: "Totale Kommunikations"-Überwachung Chinas in Tibet

3. Juli 2013, 17:56
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Peking wolle Selbstverbrennungen totschweigen

Die Volksrepublik China habe ihr totales Überwachungssystem für Telekommunikation in Tibet weiter ausgedehnt, beklagte die Internationale Gesellschaft für Menschenrechte mit Sitz in Frankfurt am Mittwoch in einer Aussendung. Die chinesischen Behörden wollten so Proteste in Tibet totschweigen und nicht, wie vorgeschoben, "die zügellose Verbreitung von Gerüchten, Pornografie und Spam-Botschaften" eindämmen. Sämtliche der vier Millionen Telefon- und Internetnutzer in Tibet seien für den Zugang zu den Telekommunikationsmitteln gezwungen, ihren richtigen Namen und andere sie identifizierende Informationen preiszugeben.

Selbstverbrennungen

In letzter Zeit hätten immer häufiger Selbstverbrennungen von Tibetern wegen der "chinesischen Besatzung und die jahrzehntelange Unterdrückung der tibetischen Kultur und Religion" stattgefunden. Diese wollten die chinesischen Behörden verheimlichen, so Martin Lessenthin, Vorstandssprecher der Internationalen Gesellschaft für Menschenrechte. Die "Real-Name-Registrierung" werde die Berichte über die Proteste nicht vollkommen unterdrücken  können. "Solange die chinesische Regierung ihre Tibet-Politik nicht ändert, werden auch die Proteste in Tibet anhalten." (APA, 3.7. 2013)

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