"Kultur der Angst" bei deutschen Arbeitnehmern

8. Juli 2013, 10:23
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36 Prozent der Mitarbeiter fürchten um ihren Job - Die Angst, Fehler zu machen, macht 48 Prozent zu schaffen

Eine "Kultur der Angst" bei Deutschlands Arbeitnehmern konstatiert die Personalberatung Rochus Mummert. Der Grund für diesen Befund sind Befragungen, die das Unternehmen unter Personalisten auf der einen Seite und Arbeitnehmern auf der anderen Seite durchgeführt hat. Immerhin 20 Prozent der Personalverantwortlichen orten in ihrem Betrieb eine "Kultur der Angst", 40 Prozent eine der "Unsicherheit" und 20 Prozent geben an, dass in ihrem Unternehmen Indikatoren von Depressivität erkennbar sind.

Angst vor Jobverlust

Um den Ursachen für die Ängste auf den Grund zu gehen, hat die Personalberatung unter 1.000 repräsentativ ausgewählten Arbeitnehmern die Belastungen am Arbeitsplatz eruieren lassen. Trotz der in Deutschland guten Konjunktur fürchten 36 Prozent der Mitarbeiter um ihren Job. Die Angst, Fehler zu machen, macht 48 Prozent zu schaffen. Ein Drittel hat Angst vor Konflikten mit Vorgesetzten und knapp 30 Prozent fürchten sich vor Mobbing am Arbeitsplatz.

Gesundheitliche Folgen

Die Folgen dieser Angst machenden Faktoren sind vielfältig. So beobachten sechs von zehn befragten Arbeitnehmern Stresssymptome wie Nervosität und Reizbarkeit. 35 Prozent geben an, dass sie in ihrem beruflichen Umfeld mit innerer Kündigung konfrontiert sind. Angstbedingte Fehlzeiten sind für 22 Prozent wahrnehmbar. Immerhin 17 Prozent geben an, dass Alkohol-, Medikamenten- oder Drogenmissbrauch eine Rolle spielt. (red, derStandard.at, 8.7.2013)

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    Die Angst vor Jobverlust ist groß.

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