Sony will Online-Zwang für 4K-Video-Player

3. Juli 2013, 15:08
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Download-Portal für Filme in hochauflösenden Format startet im Herbst

Während Sony für die PlayStation 4 auf Online-Zwang verzichtet, könnte genau das für die nächste Generation von Video-Playern kommen. Auf dem Anti-Piracy and Content Protection Summit in Los Angeles gab Spencer Stephens, CTO von Sony Pictures, einen Einblick in die Maßnahmen, mit denen Sony 4K-Inhalte in Zukunft schützen will.

Kopierschutz-Wunschliste

Sony sieht bei 4K-Videos eine Möglichkeit des Neuanfangs in Punkto Kopierschutz, berichtet das Portal Copyright and Technlogy. Bislang gebe es noch keinen Standard-Schutzmechanismus für Videos im hochauflösenden Format von 3.840 × 2.160 Pixel. Auf Sonys "Wunschliste" stehen jedoch mehrere Methoden, um die Inhalte vor der widerrechtlichen Verbreitung im Netz zu schützen.

Mehrere Maßnahmen

So sollen sich die einzelnen Videos so voneinander unterscheiden, dass eine Methode, mit der der Kopierschutz einer Datei geknackt werden konnte, nicht automatisch auf einen weiteren Film angewendet werden kann. Die Bildübertragung über HDMI etc. soll durch HDCP 2.2 vor externen Zugriffen geschützt werden. Für Vorgänger-Version kursiert schon länger eine Anleitung im Web, wie der Kopierschutz umgangen werden kann.

Online-Zwang

Eine Methode, die bei Nutzern aber für Kontroversen sorgen könnte, ist der geplante Online-Zwang. Nach Sonys Vorstellungen muss der Player vor jeder Wiedergabe mit dem Internet verbunden werden. Wird ein Hack erkannt, soll die Wiedergabe verweigert werden.

Nutzer identifizieren

Zudem soll jedes 4K-Video-File ein Wasserzeichen erhalten, das die Datei mit dem jeweiligen Nutzer oder dem Player in Verbindung bringt, über den der Download erfolgt ist. Wird eine Kopie der Datei im Internet verbreitet, wären dadurch Rückschlüsse auf den User möglich.

Video Unlimited 4K startet im Herbst

In den nächsten Tagen bringt Sony seinen 4K-Player, den FMP-X1 4K Ultra HD Media Player, um 699 US-Dollar auf den Markt. Das Gerät kann nur mit Sonys eigenen 4K-Fernseher genutzt und muss online aktiviert werden. Mit entsprechenden Download-Inhalten soll das Gerät laut Engadget über den Dienst Video Unlimited 4K versorgt werden, der im Herbst startet. Zuletzt war auch berichtet worden, dass Sony mit dem Xperia i1 ("Honami") an einem Smartphone arbeitet, das Videos in nahezu 4K-Auflösung aufzeichnen soll. (red, derStandard.at, 3.7.2013)

 

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    Sony will 4K-Inhalte durch neue Kopierschutzmaßnahmen schützen.

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