Immer mehr dicke Kinder in Wien

3. Juli 2013, 14:54
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In Wien ist fast jedes viert Kind zu dick - ÖAIE fordert "konkrete Maßnahmen"

Wien - Immer mehr Wiener Kinder sind zu dick. Laut einer Studie des Österreichischen Akademischen Institut für Ernährungsmedizin (ÖAIE) sind 23 Prozent der Kinder übergewichtig. - Rund sechs Prozent davon leiden an Adipostas (Fettleibigkeit), drei weitere Prozent an extremer Adipositas.

Einen Tag vor der WHO-Ministerkonferenz zu Ernährung und nichtübertragbaren Krankheiten am Donnerstag in Wien, richtete die ÖAIE an die Bundesregierung den Appell "konkrete Maßnahmen" zu ergreifen.

Vielzahl an Gesundheitsrisiken

"Die WHO fordert zurecht eine zahlenmäßige Erfassung des Problems 'Adipositas bei Kindern'. Als ersten Schritt zur Erreichung der WHO Ziele fordern wir daher, dass die jährlich erhobenen Daten von Schulkindern in Österreich nicht in der Schublade verschwinden, sondern von den zuständigen Ministerien - Gesundheit und Unterricht - umgehend ausgewertet werden. Nur so können Rückschlüsse auf die epidemiologische Situation gezogen und präventive Maßnahmen gesetzt werden", so ÖAIE-Präsident Kurt Widhalm.

Adipositas im Kindesalter führt laut ÖAIE zu erhöhten Gesundheitsrisiken. Neben psychischen Erkrankungen wie Verhaltensstörungen, ADHS und Depressionen treten auch Knorpelschäden, Knochenveränderungen, Asthma, Allergien und Kreislauferkrankungen bei fettleibigen Kindern häufiger auf als bei normalgewichtigen. Außerdem sind Altersdiabetes und Erkrankungen der Gefäße bereits bei Jugendlichen zu beobachten. (APA/red, derStandard.at, 3.7.2013)

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