Bank Austria lässt 67 Bankfilialen auf

3. Juli 2013, 14:00
  • Nicht nur die Bank-Austria-Kunden müssen umdenken, auch die Mitarbeiter werden sich verändern.
    foto: apa/hochmuth

    Nicht nur die Bank-Austria-Kunden müssen umdenken, auch die Mitarbeiter werden sich verändern.

Alle paar hundert Meter eine Filiale, das wird auch in Großstädten wie Wien bald Vergangenheit sein, die Bank Austria baut kräftig um

Wien - Bis 2015 macht die österreichische UniCredit-Tochter Bank Austria 67 oder ein Viertel ihrer 270 klassischen Privatkundenfilialen im Inland dicht. Die Hälfte der betroffenen Standorte "unterkritischer Größe" wird mit benachbarten Filialen zusammengelegt, die andere Hälfte zu neuen Selbstbedienungsstandorten. In den 67 Filialen sind heute 200 Mitarbeiter beschäftigt, der Löwenanteil davon in Wien. Parallel dazu wird das Internetbanking hochgerüstet. Damit will die Bank in Österreich auch geografisch neue Kunden ansprechen. Etwa im Westen des Landes.

Die Bank hielt am Mittwoch fest, dass die in Rede stehenden 200 Stellen bereits im seit zwei Jahren laufenden Personalabbau enthalten seien, demzufolge bis 2015 der Mitarbeiterstand im Inland um 800 sinken soll. Die betroffenen Filial-Mitarbeiter sollen in die größeren Filialen oder in nagelneue "Smart-Banking"-Einheiten in Beratungsdienste wechseln. Zugleich will die Bank auch in Wien neue Filialen aufmachen. Die Bank hofft durch die neue Aufstellung auf mehr Kosteneffizienz.

Ausbau des Internetbankings

Weil immer weniger Kunden in die Filialen kommen für ihre Bankgeschäfte liegt der große Schwerpunkt im Ausbau des Internetbanking. Bank Austria-Vorstand Helmut Bernkopf kündigte für die nächsten drei bis vier Jahren Investitionen von zusätzlich 100 Mio. Euro an, um das "Smart Banking"-Modell umzusetzen. Der größte Teil fließt in moderne Technologien, ausgedehnte Beratung über Videotelefonie, E-Mail, Telefon und SMS sowie Terminals. Versichert wurde aber: "Die Bank Austria wird keine Onlinebank."

Für Kunden des Internet-/Mobile-Banking werden die Beratungszeiten stark ausgedehnt. Sie können sich ab Herbst vorerst wochentags bis 20 Uhr, später bis 22 Uhr und am Samstag von 10 bis 18 Uhr - auch über Videotelefon von Bankern beraten lassen. Aus den bisher fast zwei Dutzend Video-Bankberatern sollen bis zum Jahreswechsel 80 werden, bis 2020 rund 400. Auch in klassischen Filialen können Bedarf Experten über Videotelefon beigezogen werden. In Wien und in größeren Städten in den Bundesländern entstehen neue Beratungszentren, wo 50 Experten und mehr unter einem Dach sind. (APA, 3.7.2013)

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Also man kann schon sagen,

dass man ja sowieso an jedem Bankomat abheben kann und davon gibts ja einige. Außerdem bringen mir die meisten Filialen mit ihren Öffnungszeiten eh nichts..

Filialen

Solang es eine filiale in jedem viertel gibt ist das egal. Alle paar hundert Meter eine Filiale braucht man nicht wirklich. Die meisten geschäfte werden sowieso online erledigt.

hat zufällig jemand die downzeiten des online bankings seit der umstellung mitprotokolliert?

ich würde gerne einen preisnachlass bei den gebühren auf grund nicht bereitgestellter leistung angehen.

Die Italiener sind die Weltmeister im Geldvernichten, das muss man ihnen wirklich lassen. Die Marke Bank Austria nachhaltig zerstört, die Kunden durch Unfähigkeit in der EDV verprellt, Milliarden in der Ukraine und Kazakhstan versenkt, die Mutter bis über beide Ohren in ausfallgefährdeten italienischen Staatsanleihen investiert. Da ist es fast ein Wunder dass der Aktienkurs heute immer noch ein Zehntel von dem beträgt was die Aktie vor 10 Jahren wert war - und die Stadt Wien ist da natürlich mit der AZV voll dabei! Man muss Ghizoni nur ansehen um zu wissen wie es Unicredit wirklich geht...

wie die weltmeister............

man muß es den banken lassen, zuerst bauen sie mit hilfe des steuergeldes (unseres geldes) kräftig aus, und dann sperren sie die Filialen wieder zu. jetzt wollen sie internetbanking ausbauen, was sagen da 60, 70 und 80 jährige dazu, welche kein Internet haben und auch nicht umgehen können.
einzig und allein die gebühren werden immer höher.

na das will ich wohl hoffen, dass die bank austria keine online bank wird.

weil dann geht gar nix mehr. der online auftritt ist seit dem super-chaos rund um die umstellung noch immer ein gwirx und immer wieder gibts stundenlange downzeiten. so unprofessionell!

...aber vielleicht gibt's dann wieder einen eur 30,-- gutschein?

(für den hol' ich mir wieder einige doppler beim hofer)

ich nehme an,

für den fulminanten der ausbau des internbanking (der im vergangenen jahr ein großangelegter schlag ins wasser war, man darf also gespannt sein) müssen die kunden keine gebühren mehr zahlen?

auch "smart banking" haben BA-kunden seit jahren. immer weniger kundenservice, immer mehr selfmade-banking, immer frechere gebühren für jeden handgriff.

videoberater? ach, das sind die staubsaugerverkäufer und heiratsschwindler, die sich berater nennen? kennt man schon. ein alter hut für privatkunden.

und die entzürnende tatsache, dass ich dieses institut mit meinem steuergeld noch stützen muss. gegen meinen willen.

ich bin für eine sofortige spesenrefundierung, auch rückwirkend, für alle privatkunden.

erklärst du uns bitte, wie du mit deinem Steuergeld die Bank Austria stützt?

Wodurch unterscheidet sich dann in Zukunft die Unicredit von zB. einer Easybank, etc.?

Nur durch höhere Gebühren, oder wodurch?

einen video-berater krieg' ich?

bitte ihn nicht kennenlernen zu müssen.

(virtuelle typen sind halt nicht mein fall)

Kein Wunder

Die BA verliert seit Jahren beständig Marktanteile. Grund ist eine Kombination aus Abzockpolitik und "Beratung" durch freundliche Mickymauskrawattenträger.

So eine Strategie macht sich eben bezahlt.

Mal abgesehen davon was man von der Raika persönlich hält, man muss ihnen eines zu Gute halten, in wirklich jedem Kaff gibts eine Raikafiliale und die persönliche Betreuung ist wirklich gut. Nichtsdestotrotz ist Raiffeisen eines der erfolgreichsten Unternehmen in Europa.

Mir kann also keiner erzählen, dass ewig viele Filialen geschlossen werden müssen und die Kunden mit Internetbanking abgespeist werden müssen um effizient wirtschaften zu können.

der Vorteil des Raiffeisen-, Vokksbanken- und Sparkassensektors ist ja, dass es sehr (bis auf einige Ausnahmen) viele kleine eigenständige Institute/Genossenschaften sind (jeder zweite Bauer am Land - zumindest bei uns in Ktn - ist Genossenschafter einer Raika und kriegt a Gratisgulasch bei der Hauptversammlung :-)

Dadurch gibts auch ganz andere Kostenstrukturen als z.B. bei der BA , wo Retail nur kleiner Teil des Geschäftes ist, bzw. sind sie viel flexibler (halbtags oder nur 2-3x/Woche geöffnete Filialen; keine Mieten für Filialen im Gemeindeamt etc...)

ad erfolgreichstes unternehmen europas

der aktienkurs der ri hat in den letzten zwei jahren 50% verloren... wie wird denn in europa erfolg definiert ?

Nachdem Sie den schönen Vergleich bringen: Unicredit Aktie war vor 2 Jahren noch über 15 Euro wert, heute 3 Euro 50 Cent - das ist schon ein bissl mehr als 50% (mehr als 75% konkret)...

das letzte was ich von bankangestellten annehmen würde

ist beratung.

In 2008deutsch

spricht man von Bestatung und das R (rektal) hat sich der Vorstand verdient.

Wenn die Roten "wirtschaften".........

Wenn die Roten "wirtschaften", geht alles den Bach hinunter. Vranitzky verkaufte die CA an die Zentralsparkasse der Stadt Wien u. wurde so zur Bank Austria umbenannt. Häupl verkaufte die Bank Austria an die Bayrische HypoVereinsbank. Als diese in Schwierigkeiten kam, wurde sie komplett von der italienischen Uni Credit aufgekauft. Z.B Aktien v. 4.000 Euro seinerzeit v. der CA sind jetzt 370 Euro wert! Wer verdiente im Endeffekt daran? Die Sparer sicher nicht, danke Vranitzky u. Häupl!

hätte es den zusammenschluss nicht gegeben

(sie vergessen übrigens die schwarze länderbank aufzuzählen....) dann wäre keines der damaligen bankinstitute heute selbstständig und am leben.

Wenn die Schwarzen wirtschaften:

Siehe Volksbank.
Siehe Raika und ihre Wohnbauförderung in Hong Kong.

Wenn die Blau-Braunen wirtschaften:
Siehe Hypo Alpe Adria.

Übrigens halte ich die BAWAG für das eindrucksvollere Beispiel roter Banken-Misswirtschaft und nicht die BA-CA.

Stoiber zu danken

habens vergessen.....

ach, so das ist ja ein Schwarzer....

Da schwindet ...

... auch einer der letzten Gründe nicht z.B. zu EasyBank zu wechseln, wie dass man relativ einfach auch größere Barbeträge abheben kann ...

Wozu überhaupt noch Bankfilialen?

Es reichen die Bankomaten. Alles andere lässt sich online oder zur Not telefonisch erledigen. Und wenn man die richtige Bank aussucht, zahlt man dann auch keine Kontogebühren.

Mit den schließenden Bankfilialen....

...verabschieden sich auch unzählige Bankomaten. Es gibt jetzt schon riesige Löcher im Stadtgebiet, wo keine Bankomaten mehr zu finden sind. Diese Löcher werden nun immer größer.

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