Wiener Naturbadeplätze als Alternativen zum Freibad

4. Juli 2013, 13:35
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An Wiens Naturgewässern gibt es viele Bademöglichkeiten, für die kein Eintritt zu bezahlen ist

Wer im Sommer den Besuchermassen in den Freibädern entgehen möchte, kann auf die Wiener Naturgewässer ausweichen. Einige davon sind allerdings mit öffentlichen Verkehrsmitteln nur schwer zu erreichen. Dafür fährt zu manch anderen, etwa an der Alten und Neuen Donau, fast direkt die U-Bahn.

Im 22. Bezirk gibt es zahlreiche Möglichkeiten, in natürlichen Gewässern zu baden. Entlang des Mühlwassers zum Beispiel finden sich einige Badeplätze (siehe Karte am Ende des Artikels). Zum oberen Mühlwasser kommt man über die U2-Station Donaustadtbrücke und von dort mit dem 92A bis zur Haltestelle Mühlwasserstraße. Zum Unteren Mühlwasser fährt man mit der U2 bis zur Station Donauspitalgasse und von dort weiter mit der Buslinie 95B bis zur Haltestelle Schütthäufel.

Mit dem Rad in die Natur

Nicht weit entfernt vom Mühlwasser liegen die Badeplätze am Schillerwasser. Dorthin gelangt man über die U2-Station Hardeggasse, von wo es mit dem Bus 96B weiter bis zur Haltestelle Schillwasserweg geht. Von dort ist es nicht weit bis zu den Badeplätzen. Am Schiller- und Mühlwasser ziehen sich über Kilometer hinweg die Badestellen. Am besten lassen sich diese Distanzen mit dem Rad zurücklegen.

Der Badeteich Hirschstetten bietet mit einer Babybucht eine Bademöglichkeit für Familien mit Kleinkindern. Ab der U2-Station Donauspital geht es weiter mit dem Bus 95B Richtung Unterfeldweg. An der Station Kapellergasse/Spargelfeldstraße steigt man um in den Bus 95B Richtung Großer Biberhaufen. Bei der Haltestelle Badeteich Hirschstetten ist man angelangt.

Baden im Nationalpark Donauauen

Im Nationalpark Donauauen sind nur ausgewählte Plätze zum Baden freigegeben. In der oberen Lobau kann in der Panozzalacke und der Dechantlacke gebadet werden. Die Panozzalacke eignet sich wegen ihres seichten Wassers besonders gut für Familien mit Kindern. Die Dechantlacke ist bei Nacktbadenden sehr beliebt.

Zur Panozzalacke fährt man am besten mit der U2 bis zur Station Donaustadtbrücke und von dort mit dem Bus 92B direkt zur Haltestelle Panozzalacke. Auch zur Dechantlacke gelangt man über die U2. Von der Station Donaustadtbrücke geht es ebenfalls weiter mit dem Bus 92B bis zur Haltestelle Raffineriestraße/Biberhaufenweg. Von dort führt ein Wanderweg durch die Donauauen zur Lacke.

Stadler Furt nur schwer mit Öffis zu erreichen

In der Lobau liegt auch die Stadler Furt. Diese ist allerdings mit öffentlichen Verkehrsmitteln nur schwer zu erreichen. Bei einer Wanderung oder Radtour durch die Lobau gelangt man zur Furt.

Versteckte Plätze am Donau-Oder-Kanal

Der Donau-Oder-Kanal bietet ebenfalls ein paar Naturbadeplätze. Das Donau-Oder-Kanal-Becken II liegt in einem Auwald und verfügt über eine Liegewiese. Das Donau-Oder-Kanal-Becken III ist nur am südlichen Teil für Badegäste zugänglich, da es größtenteils von Kleingärten umgeben ist. Die Becken erreicht man ebenfalls gut mit der Buslinie 92B. Von der Endstation Ölhafen ist es allerdings noch eine kleine Wanderung.

Gratis planschen an der Alten Donau

An der Alten Donau ist die Lagerwiese Romaplatz bei den Wienern beliebt. Sie ist mit öffentlichen Verkehrsmitteln relativ gut erreichbar: Mit der U6 fährt man bis zur Station Neue Donau. Von dort geht es zu Fuß entlang der Arbeiterstrandbadstraße weiter. So kommt man direkt zur Badewiese. Entlang der Alten Donau gibt es noch weitere Plätze, wo man kostenlos baden kann.

Im Süden der Donauinsel befindet sich das Paradies für Nacktbadende. Der FKK-Bereich ist mit einer Bodenmarkierung gekennzeichnet. Dorthin gelangt man mit dem Bus 92B von der U2-Station Donaustadtbrücke. Den Weg zum ganz nördlichen Teil der Donauinsel legt man am besten mit dem Fahrrad zurück.

Familienbadestrand an der Neuen Donau

Zwischen der Nordbahnbrücke (U6) und der Brigittenauer Brücke befindet sich am linken Ufer der Neuen Donau ein Familienbadestrand. Dort gibt es eine Flachwasserzone für die kleinen Badegäste (siehe Bild). Erreichbar ist dieser Badeplatz über die U6-Station Neue Donau.

Zwei Badeplätze für Hunde

Wien bietet auch zwei Badeplätze speziell für Hunde. Sie befinden sich im Norden und im Süden der Donauinsel. Den Hundebadereich im Norden erreicht man mit der Straßenbahnlinie 31. Zum südlichen Strand fährt man mit der Buslinie 91 oder der S-Bahn S80 bis zur Station Lobau. (Lea Luna Holzinger, derStandard.at, 4.7.2013)

  • Die Lagerwiese Romaplatz ist eine beliebte Badestelle an der Alten Donau und nur wenige Gehminuten von der U6 entfernt.
    foto: lea luna holzinger

    Die Lagerwiese Romaplatz ist eine beliebte Badestelle an der Alten Donau und nur wenige Gehminuten von der U6 entfernt.

  • Die weitläufige Liegewiese am Romaplatz bietet viel Platz für die Badegäste ...
    foto: lea luna holzinger

    Die weitläufige Liegewiese am Romaplatz bietet viel Platz für die Badegäste ...

  • ... und durch zahlreiche Bäume auch genug Schatten. Zudem gibt es eine öffentliche Toilettenanlage auf dem Gelände.
    foto: lea luna holzinger

    ... und durch zahlreiche Bäume auch genug Schatten. Zudem gibt es eine öffentliche Toilettenanlage auf dem Gelände.

  • Während das Wasser an der Alten Donau bereits recht warm ist, sollte man beim Schwimmen in der Neuen Donau nicht kälteempfindlich sein.
    foto: lea luna holzinger

    Während das Wasser an der Alten Donau bereits recht warm ist, sollte man beim Schwimmen in der Neuen Donau nicht kälteempfindlich sein.

  • Direkt bei der U6-Station Neue Donau laden Kiesstrände zum Baden ein
    foto: lea luna holzinger

    Direkt bei der U6-Station Neue Donau laden Kiesstrände zum Baden ein


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