Druckereisterben in Deutschland hält an

3. Juli 2013, 13:49
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Umsatz der rund 9.400 Unternehmen ging 2012 im Jahresabstand um 2,5 Prozent auf 20,5 Milliarden Euro zurück

Berlin/Frankfurt am Main - Die deutsche Druckindustrie ist nach einem kleinen Zwischenhoch wieder auf Schrumpfkurs. Im vergangenen Jahr erwirtschafteten die rund 9.400 Unternehmen der Branche einen Umsatz von etwa 20,5 Mrd. Euro. Das seien 2,5 Prozent weniger als im Vorjahr, wie der Bundesverband Druck und Medien (bvdm) am Mittwoch in Frankfurt berichtete. Bis April 2013 seien die Umsätze um weitere 3,4 Prozent gesunken. Für das Gesamtjahr erwartet der bvdm nun allenfalls Stagnation.

Die Branche befinde sich weiter im Strukturwandel. Sie werde industrieller und technologieintensiver, erklärte der Verband. Die Folge sind allerdings Druckereisterben und Jobverluste.

Nach den Angaben arbeiten in der deutschen Druckindustrie, die weiterhin unter dem Boom der elektronischen Medien leidet, derzeit rund 151.385 Mitarbeiter. Das sind nochmals 2 Prozent weniger als im Vorjahr. Zudem machten 343 Druckereien dicht. Die Zahl der Betriebe verringerte sich um 3,5 Prozent auf 9.403 Betriebe.

Die langfristige Zukunft von Print sieht der bvdm dennoch positiv. "Print ist mit einem Anteil von 68 Prozent größter Werbeträger in Deutschland", betonte der Verband. Vorerst schätzen die Betriebe ihre aktuelle Geschäftslage zwar skeptisch ein, die Geschäftserwartungen für das nächste Halbjahr waren im Juni aber überraschend stark gestiegen. (APA, 3.7.2013)

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