Religion oder Sport? US-Richter erlaubt Yoga an Schulen

3. Juli 2013, 11:54
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Eltern sahen Verletzung des Prinzips der Trennung von Kirche und Staat

Los Angeles - Yoga-Unterricht an öffentlichen Schulen verstößt nach dem Urteil eines kalifornischen Richters nicht gegen die in der US-Verfassung festgeschriebene Religionsfreiheit. Eltern waren in San Diego aus Protest gegen Yoga-Stunden an einer staatlichen Schule vor Gericht gezogen, berichtete die "Los Angeles Times" am Dienstag. Sie sahen darin eine Verletzung der vorgeschriebenen Trennung von Kirche und Staat. Doch Richter John Meyer vom Superior Court schlug sich auf die Seite des Schulbezirks. Yoga sei Teil der Gesundheits- und Sporterziehung und nicht religiöse Beeinflussung, heißt es in dem Urteil.

"Wir unterrichten keine religiöse Glaubenslehre", zitierte die Zeitung den Schulbezirksleiter Tim Baird. "Yoga ist etwas für die breite Masse." In dem Unterricht würden keine Bezüge zu Hinduismus und keine Sanskrit-Begriffe vorkommen, hieß es. Das Yoga-Programm wird von einer Ashtanga-Yoga-Stiftung finanziell unterstützt. (APA, 3.7.2013)

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    Yoga sei Teil der Gesundheits- und Sporterziehung und nicht religiöse Beeinflussung, heißt es in dem Urteil.

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