Heimische Firmen stecken fünf Milliarden in F&E

3. Juli 2013, 11:50
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Der Staat gibt dafür den Unternehmen immer mehr Geld in die Hand

Wien - Heimische Unternehmen haben 2011 im Vergleich zu 2009 um 9,9 Prozent mehr Geld in Forschung und Entwicklung (F&E) investiert, die Gesamtausgaben stiegen damit erstmals auf einen Wert knapp über fünf Milliarden Euro. 37.800 Vollzeitstellen sind der F&E gewidmet, berichtet die Statistik Austria. Der Anteil der Frauen blieb mit etwa 15 Prozent allerdings unverändert niedrig. Fast 11,5 Prozent der F&E-Finanzierung kommt mittlerweile aus dem öffentlichen Sektor - 2009 waren es noch 9,1 Prozent.

Großzügiger Staat

Gegenüber dem - wohl krisenbedingt - wesentlich geringeren Anstieg von 5,3 Prozent im Vergleichszeitraum 2007 bis 2009, hat sich bis 2011 im Unternehmenssektor in Bezug auf F&E wieder mehr bewegt. Der Anstieg um fast zehn Prozent liegt auch knapp über dem des nominellen Bruttoinlandsprodukts (BIP), das von 2009 bis 2011 um 8,9 Prozent wuchs.

Kamen 2009 noch etwas weniger als 420 Mio. Euro aus dem öffentlichen Sektor, so hat sich dieser Anteil in zwei Jahren auf fast 582 Mio. Euro erhöht. 2011 kamen 370 Mio. Euro aus der Forschungsprämie und 160 Mio. Euro waren nicht rückzahlbare Mittel der Forschungsförderungsgesellschaft (FFG). Die starke Steigerung der Finanzierung durch die Forschungsprämie - 2009 waren es noch 250 Mio. Euro - sei zum Teil auf die Erhöhung der Erstattungsrate von acht auf zehn Prozent der betrieblichen F&E-Ausgaben zurückzuführen, heißt es in der Aussendung.

Inlandsgetriebene Forschung

Der überwiegende Teil der Mittel für die firmeneigene F&E kommt aber weiterhin aus dem Unternehmenssektor selbst. Heimische Firmen finanzieren 71 Prozent ihrer F&E-Ausgaben selbst. 2011 waren das mehr als 3,5 Mrd. Euro. Die Finanzierung aus dem Ausland ist von 2009 auf 2011 um zwei Punkte auf 18 Prozent zurückgegangen. Mittel aus dem privaten gemeinnützigen Sektor fallen mit nur fünf Mio. Euro 2011 kaum ins Gewicht.

Der insgesamt höhere Mitteleinsatz schlägt auch auf die Beschäftigungszahlen durch: 2011 waren in Österreichs Unternehmen fast 20.400 Wissenschafter und Ingenieure tätig - eine deutliche Steigerung gegenüber 2009 (19.334 Vollzeitäquivalente). Inklusive höherqualifiziertem nichtwissenschaftlichem Personal und Hilfspersonal arbeiteten damit zum Zeitpunkt der Erhebung mehr als 37.800 Menschen in dem Bereich. Der Frauenanteil unter den Wissenschaftern und Ingenieuren stagniert allerdings bei knapp unter 15 Prozent.

Die Daten der Statistik Austria beruhen auf Angaben von rund 7.000 Unternehmen, die sie im Rahmen der "Erhebung über Forschung und experimentelle Entwicklung 2011 im firmeneigenen Bereich" machten. (APA, 3.7.2013)

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