Kondome & Co: William und Kate bekamen finnische "Baby Box"

  • Startpaket für Jungfamilien: Die "Baby Box" der finnischen Sozialversicherungsanstalt wird seit 1938 an Eltern verschickt.
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    Startpaket für Jungfamilien: Die "Baby Box" der finnischen Sozialversicherungsanstalt wird seit 1938 an Eltern verschickt.

Finnische Sozialversicherungsanstalt schickte Paket mit Babyutensilien nach London

Helsinki/London - Der Countdown für die Geburt des Babys des britischen Thronfolgers William und seiner Frau Kate läuft. Gerade noch rechtzeitig hat die finnische Sozialversicherungsanstalt dem royalen Paar eine "Baby Box" geschenkt. Die mit Babykleidung, Spielsachen, Windeln, Pflegeprodukten, Kondomen und einem Schlafsack ausgestattete Box erhalten in Finnland alle Eltern vor der Geburt ihres Kindes.

Wahlweise können sie sich den Gegenwert des Babypakets, rund 140 Euro, auch in bar auszahlen lassen. Die überwiegende Mehrheit der Eltern entscheide sich aber für die Box, die auch als erstes Babybett genutzt werden könne, berichtete die BBC über die finnische Tradition.

Niedrigere Kindersterblichkeit

Finnische Eltern bekommen die staatlich finanzierte "Baby Box" seit 1938 vor der Geburt ihrer Kinder zugestellt. Ursprünglich als Unterstützung für Familien mit niedrigem Einkommen gedacht, konnte in den 1930er und 40er Jahren durch die Maßnahme ein massiver Rückgang der Kindersterblichkeit erreicht werden.

Im Lauf der Zeit erfreute sich das Paket derart großer Popularität, dass die Aktion 1949 auf alle werdenden Eltern ausgedehnt wurde. Der Inhalt der Box änderte sich mit den Jahren, die Idee blieb aber die gleiche: Jungen Familien den Start ins Familienleben zu erleichtern.

Royales Baby in der Schachtel

Ein Sprecher des Kensington Palastes hat gegenüber der BBC den Eingang des Pakets bestätigt. Prinz William und Kate seien "sehr interessiert gewesen, den Inhalt des Pakets zu sehen". Die BBC fragt nun scherzhaft, ob das royale Baby seine ersten Nächte wohl in der finnischen Kartonschachtel verbringen werde. In Finnland habe man schließlich gute Erfahrungen damit gemacht. (red, derStandard.at/APA, 2.7.2013)

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graz

weiß jemand, gibt's sowas auch in graz? wenn ja, kriegt man das automatisch?

Meine Eltern erhielten (1964) das sogenannte "Jonas-Hoserl", wie es familienintern genannt wurde, nach UHBP Franz Jonas...was sonst in dem Paket dabei war, weiß ich nicht...

Doch nur teilweise richtig, denn Jonas war noch nicht BP (wurde es erst 1965), sondern Wr. Bürgermeister...

Und wenn die finnische Box dann einmal zu Klein fürs Baby wird, sind die Schweden dran und schicken einen etwas größeren Papierkarton von IKEA.

Gibt es in Österreich auch

meine mutter behauptet sie hat auch zwei pakete von der gemeinde erhalten vor 30 jahren! (kärnten)

weiß nicht,warum Sie dafür rot kriegen? ich hab für meine Tochter auch so ein Erstlingspaket von der Gemeinde Wien bekommen. Hab allerdings keine Ahnung, ob es das immer noch gibt.

bei unseren kindern (93+95) gabs die auch noch, allerdings alternativ auch den geldwert aufs konto

ehrlich?

so alt sind deine Kinder? *staun* ;-))

spannand, dass du dafür rot bekommen hast...

ist ja offensichtlich, dass wir uns kennen und das als scherz aufzufassen ist

anknallhamdieleut

:-)

da sieht man, wie schnell man alt wird

:-)

Hihi, Willi und Kate bekommen Kondome. Sehr interessant und witzig

kleiner Wink mit dem Zaunpfahl!

:D

Eine ureigenste Aufgabe der finnischen Sozialversicherung, wie ich sehe...

Britischen Millionären, deren einzige Funktion darin besteht, sich zu vermehren, Kondome und anderen Kram unverlangt zu schenken. Kann mir das jemand erklären, wer zu sowas den Auftrag gibt?

Jemand, der offenbar nicht total verbittert durch's Leben geht.

Scherz beiseite, die Royals sind keine Mitglieder der finnischen SV, oder?

Wer entscheidet das dann und warum sollen finnische Beitragszahler für sachfremde Leistungen aller Art zahlen müssen und wo soll dann von Art und Betrag her die Grenze gezogen werden - ganz abgesehen davon, dass man Kondome als Geschenk auch so auffassen könnte, als sei das erwartete Kind ein Betriebsunfall, der tunlichst in Zukunft vermieden werden sollte.

Die Marketingabteilung?

So kommt Finnland und das finnische Sozialsystem zumindest europaweit in die Medien, mit - außer bei Ihnen - positivem Image. Das mit einer Werbekampagne zu versuchen, würde Kosten verursachen (vgl. 500.000 EUR-Kampagne der Österreichwerbung für die Hochwassergebiete) um die man ein paar Tausend Baby-Boxen anschaffen könnte.

PS: Wegen dem Kondom. Wer es nicht widmungsgemäß verwenden und lieber gleich Geschwister machen will kann es ja aufblasen, ein Gesicht drauf malen und dem Baby als Luftballon geben.

Andersherum

Jährlich 140€ für Verhütungsmittel vom Staat - was man sich da alles an Familienbeihilfe ersparen würde...

dh sie kriegen kinder weil sie sich die kondome nicht leisten können????

aeh...

da sind "auch" Kondome dabei, aber der Hauptinhalt sind Kleidung, Windeln usw... und die Sachen sind Hochwertig. Zumindestens merkt man in Finnland das den Leuten der Nachwuchs was Wert ist....

Und auf ihr Andersherum:
Bildung würde einen ähnlich "positiven" Effekt erzielen... wahrscheinlich sogar nachhaltiger und besser für die gesamte Sozialstruktur.

Die Finnen haben beides verstanden

Kinder sind etwas wert.
Hochwertiges Babypaket und ausgezeichnete Bildung ininklusive

sowas gab's in oesterreich auch einmal...

vor ca. 60-65 jahren...

und heute? gibt's das nicht mehr? wie ist das mit dem MA11-rucksack, den die elternfrischlinge fast alle gern umschnallen? ob man william und kate nicht vielleicht auch so einen rucksack mit thermofach fuers flascherl schicken sollte?

vor 30 Jahren gab's das auch noch. Es hieß "Wäschepaket der Gemeinde Wien", und das bekamen alle, die es wollten, kostenlos. Da war alles drin, was man für die ersten Wochen brauchte. Man musste vor der Geburt des Babys nichts einkaufen.

Wäre sicher eine nette Geste, aber

das Baby, bzw. Mama, muss einen Wohnsitz in Wien haben.
Vielleicht macht unser Bürgermeister eine Ausnahme?
http://www.wien.gv.at/amtshelfe... ksack.html

Wien Tourismus ...

... sollte Interesse an dieser günstigen Werbemöglichkeit haben!

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