Clean-IT: Keine Verbesserung bei Apple-Fertiger Foxconn

3. Juli 2013, 10:17
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Versprochene Reduktion der Arbeitszeit auf maximal 40 Stunden und Lohneerhöhungen seien nicht eingehalten worden

Ab Juli 2013 sollten die Arbeitsstunden in den chinesischen Werken von Foxconn reduziert werden. Das hatte das Unternehmen gemeinsam mit Apple im vergangenen Jahr versprochen. Die Arbeitszeit sollten demnach die gesetzliche Vorgabe von maximal 40 Stunden und höchstens neun Überstunden in der Woche nicht überschreiten. Laut der Südwind-Kampagne Clean-IT habe sich bis jetzt jedoch nichts geändert.

Untersuchungen durch Arbeitsorganisation

Apple war 2012 nach mehreren Suiziden bei Foxconn und darauf folgender heftiger internationaler Kritik an den Arbeitsbedingungen des Apple-Zulieferers der Fair Labor Association (FLA) beigetreten. Diese war damit beauftragt worden, die Arbeitsbedingungen zu untersuchen. Neben der Einhaltung der Höchstarbeitszeit war auch eine Lohnerhöhung zugesichert worden.

Bis zu 100 Stunden pro Woche

Im Sommer 2012 hatte die FLA nach einer Überprüfung berichtet, dass die Arbeitsstunden an drei Produktionsstätten auf zumindest 60 Stunden pro Woche zurückgeschraubt worden seien. In anderen Werken soll die Arbeitszeit allerdings immer noch 80 bis 100 Stunden betragen. In Punkto Lohnerhöhung habe es keine Verbesserungen gegeben. Foxconn hatte zudem im Mai 2013 mitgeteilt, dass man für die Erfüllung der Vorgaben noch länger benötigen werden.

Apple will von Foxconn abrücken

iPhone-Hersteller Apple ist nicht das einzige, aber eines der größten Unternehmen, das seine Geräte bei Foxconn zusammenbauen lässt. Im Mai hatte das Wall Street Journal allerdings berichtet, dass sich der Konzern zunehmend nach anderen Auftragsfertigern umsehe. Hintergrund dürften allerdings nicht die Arbeitsbedingungen sein, sondern Mängel bei der Produktion. (red, derStandard.at, 3.7.2013)

  • Bei Foxconn haben sich die Arbeitsbedingungen nicht weiter verbessert, heißt es seitens der Kampagne Clean-IT.
    foto: epa

    Bei Foxconn haben sich die Arbeitsbedingungen nicht weiter verbessert, heißt es seitens der Kampagne Clean-IT.

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