Portugiesische Anleihenrenditen steigen

3. Juli 2013, 09:31
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Brüssel - Die portugiesischen Renditen auf 10-Jahres-Anleihen sind innerhalb eines Tages von 6,515 auf 7,126 Prozent nach oben geschnellt. Damit haben sie die für die Refinanzierung kritische 7-Prozent-Marke überschritten. Höher waren die portugiesischen Renditen auf solche Staatspapiere zuletzt im November 2012. Seitdem war es relativ kontinuierlich bergab - im positiven Sinn - gegangen.

Die jüngste deutliche Verteuerung der Renditen ist eine Folge der Krise der Mitte-Rechts-Regierungskoalition im Euro-Krisenland. Nur einen Tag nach dem Rücktritt von Finanzminister Vitor Gaspar stellte am Dienstag auch Außenminister Paulo Porta sein Amt zur Verfügung.

Kroatie-Aufschlag unverändert

Auch für die anderen Krisenländer wurden die Renditen teurer. Griechische Renditen notierten am Mittwoch im Sekundärmarkt bei 11,230 Prozent nach 10,908 vom Montag. Spanische gingen von 4,687 auf nunmehr 4,747 Prozent nach oben. Mit 5,322 Prozent blieb der Wert für das neue EU-Land Kroatien unverändert.

Österreichs Renditen verbilligten sich von 2,185 leicht auf 2,140 Prozent. Deutsche Renditen sanken von 1,751 deutlich auf 1,666 Prozent.

Etwas besser lief es auch für die britischen Renditen, die am Montag ein Rekordhoch von 2,472 Prozent erreicht hatten. Sie fielen auf 2,385 Prozent. (APA, 3.7.2013)

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