Die globale Klimaentwicklung als Cello-Melodie

6. Juli 2013, 17:58
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Eindringliche Präsentation nüchterner Daten: "A Song of Our Warming Planet"

Datenvisualisierung ist ein großes Thema, um komplexe Zusammenhänge möglichst anschaulich darstellen zu können. Einen ganz anderen Weg ging Daniel Crawford, ein Student der University of Minnesota. Er komponierte - oder besser kompilierte - mit "A Song of Our Warming Planet" ein Musikstück, das auf Messdaten des globalen Klimas beruht.

Jede Note in diesem Stück steht für ein Jahr, von 1880 bis 2012. Wie hoch der jeweilige Ton ist, hängt von den historischen Aufzeichnungen ab, die vom Goddard Institute of Space Studies der NASA zur Verfügung gestellt wurden. Je höher die durchschnittliche globale Oberflächentemperatur in einem Jahr war, desto höher ist auch der Ton.

Auf einem Gesamtumfang von drei Oktaven beginnt das Stück im späten 19. Jahrhundert in den tiefsten Bereichen seines Umfangs, um sich erst langsam und dann immer mehr nach oben zu schrauben. Trotz des Auf und Abs entsprechend den jährlichen Schwankungen ist der Gesamttrend unverkennbar: In unserer Gegenwart angelangt, ist das Cello förmlich am Schluchzen.

--> io9.com: "130 years of global temperature data, converted to music"

(red, derStandard.at, 6. 7. 2013)

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