Chanel und Lagerfeld zeigen die schöne Postapokalypse

Ansichtssache2. Juli 2013, 14:30
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Karl Lagerfeld ließ für Chanel Endzeitstimmung in Paris verbreiten - dem Publikum hat es gefallen

Das Pariser Grand Palais hatte am Dienstagvormittag seinen Glanz verloren. Bauschutt, Trümmer und verwundete Wände zierten Bühne und Parkett. Scheinbar achtlos hingeworfen, der ganze Dreck, und mittendrin das Publikum als Staffage. Im Hintergrund die Skyline einer futuristischen Stadt. Endzeitstimmung pur und die Mode als rettender Anker in der Postapokalypse. So geht die Welt schön unter! Bevor es tatsächlich so weit ist, zeigen Karl Lagerfeld und Chanel noch ihren Blick auf die Modewelt: ein Spiel mit Strukturen, Kontrasten, Proportionen und geometrischen Prints.

Zu sehen waren aus Stoffbahnen zusammengesetzte lange Kleider - vorne schwarz und hinten mit glitzernden Silberpailletten bestickt -, Abendroben, die an nass schimmernde Regenmäntel erinnerten, und Tweeds in Creme-, Blau- oder Grüntönen, mit einer funkelnden reliefartigen Oberfläche.

Tags zuvor verbreitete bereits Iris Van Herpen ihre Modeutopien: organische Formen und Materialien als zweite Haut des Menschen. Bleibt zu hoffen, dass die Natur nicht alles unter sich begraben will.  (gueb, derStandard.at, 2.7.2013)

Karl Lagerfeld für Chanel

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