Uni Innsbruck gestaltet Studien wieder flexibler

2. Juli 2013, 12:40
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"Verschultes System" soll laut Rektor Märk zurückgenommen werden

Innsbruck - An der Leopold-Franzes-Universtiät in Innsbruck sollen die Curricula in Zukunft flexibler gestaltet werden. Dies erklärte Rektor Tilmann Märk am Dienstag im Rahmen einer Pressekonferenz in Tirols Landeshauptstadt. "Seit der Einführung der Bologna-Struktur hat man uns oft ein zu sehr verschultes System vorgeworfen. Das werden wir jetzt wieder zurücknehmen", fügte der Rektor hinzu.

Eine Evaluierung der Studien habe gezeigt, dass eine Korrektur notwendig sei. Deshalb habe der Senat der Universität vergangene Woche ein Satzungsänderung vorgenommen, sagte Märk. "Die Curriculum-Kommissionen haben dadurch zukünftig die Möglichkeit, sowohl die Studien flexibler zu gestalten, als auch fachübergreifendes Lernen und internationale Mobilität zu institutionalisieren", erläuterte der Vizerektor für Lehre und Studierende, Roland Psenner.

Freie Wahlfächer werden eingeführt

Von den Studenten sei vielfach der Wunsch geäußert worden, die freien Wahlfächer wieder einzuführen. "30 ECTS-Punkte werden in Zukunft dafür vorgesehen. Die Studenten können sich also umgerechnet ein Semester frei zusammenstellen", sagte Ivo Hajnal, Vorsitzender des Senats. Außerdem bestehe durch die Satzungsänderung nun die Möglichkeit ganze Master- und Doktoratsstudien in einer Fremdsprache einzurichten, fügte er hinzu.

Auch das E-Learning soll an der Uni Innsbruck forciert werden. "Ein Teil der Präsenzstunden kann auf diese Weise ersetzt werden", meinte Hajnal. Dadurch soll ein berufsbegleitendes Studieren einfacher werden. Außerdem soll es laut Psenner in Zukunft weniger Einzelprüfungen, dafür aber mehr Modulprüfungen über ein größeres Gebiet geben.

Wann die ersten Curricula tatsächlich geändert werden, konnten die Verantwortlichen noch nicht sagen. Fest stehe aber, dass bei einer Änderung des Studienplans alle Studenten dem neuem Curriculum überstellt werden würden. Hajnal versicherte jedoch, dass dabei keine Studienleistung verloren gehen werden. (APA, 2.7.2013)

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