Bischof entschuldigt sich bei Missbrauchsopfern

    2. Juli 2013, 12:11
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    Fälle liegen teilweise mehrere Jahrzehnte zurück

    Canberra - Der australische Bischof William Wright hat sich für das Versagen seiner Diözese Maitland-Newcastle beim Krisenmanagement in mehreren Fällen sexuellen Missbrauchs an Kindern "bedingungslos" entschuldigt. "Ich gestehe, dass bei der Anzeige von Fällen die Kirchenbehörden manchmal versagt haben, die missbrauchten Kindern und ihren Familien effektiv zu unterstützen oder auch sicherzustellen, dass in Zukunft andere Kinder vor Missbrauch von diesen Tätern geschützt werden", zitiert die deutsche katholische Nachrichtenagentur KNA laut Kathpress Aussagen des katholischen Bischofs vor einem Untersuchungsausschuss.

    Fälle liegen teils Jahrzehnte zurück

    Wright erklärte laut Medienberichten, er habe seine diözesanen Mitarbeiter zur "vollen Zusammenarbeit" mit dem Gremium angewiesen. Der von der Regierung des australischen Bundesstaates New South Wales eingesetzte Untersuchungsausschuss soll Vorwürfe aufklären, die Diözese Maitland-Newcastle habe zum Teil mit Hilfe der Polizei Missbrauchsfälle vertuscht. Die vor dem Ausschuss verhandelten Fälle liegen teilweise mehrere Jahrzehnte zurück.

    So soll die Kirche 1976 einem pädophilen Priester die Ausreise aus Australien ermöglicht haben. Der Kirche sei bekannt gewesen, dass der Geistliche seit Anfang der 1950er-Jahre regelmäßig Kinder sexuell missbraucht habe. Dem Priester sei ein Flug nach Papua-Neuguinea finanziert worden. (APA, 2.7.2013)

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